Rumänien
So entstand die Beziehung zu einer kleinen Gemeinde in einem kleinen Dorf westlich von Brasov. Zusammen mit Freunden aus der EGA wird seit 1991 alle zwei Jahre eine Reise geplant. Neben dem Landwirtschaftsprojekt liegen uns die Kranken und Alten sowie das Gedeihen der Gemeinde und der Jugendgruppe besonders am Herzen. @ Urs Schadegg Jugendgruppe in Holbav Im Bild die Jugendgruppe von Holbav zusammen mit dem Gemeindeleiter Stefan Scurtu. Wir besuchen das Dorf alle zwei Jahre. Dabei freut es uns jedes Mal, wenn wir mit den Jugendlichen etwas unternehmen können. Hier war es eine ganztägige Wanderung mit Besuchen auf Höfen. Der Trend das Dorf zu verlassen, um im Ausland Fuss zu fassen, besteht noch immer. Daher möchten wir umso mehr jenen Jugendlichen Mut machen, die versuchen in Holbav ihre Existenz aufzubauen. hm
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Bernhard Feder ist deutschstämmiger Rumäne, Christ und Geschäftsmann. Er kennt das Land wie wenige, hat ein Herz für das Reich Gottes und ist auch unter Christen breit vernetzt. Wir betrachten es als einen Glücksfall ihn zu kennen. Sein Rat hat uns verschiedentlich bewahrt vor falschem Vorgehen und unklugen Investitionen. Ihm haben wir es auch zu verdanken, dass wir unseren Horizont erweitern und einige andere Teile des Landes kennen lernten. Ein Gebetsanliegen wäre, dass wir auch in Zukunft durch die Beziehung zu Bernhard am Puls der aktuellen Geschehnisse in Rumänien bleiben können. hmStatistik Alle zwei Jahre reisen wir nach Holbav, um unsere Patengemeinde zu besuchen, den Kontakt zu pflegen und zu sehen wie sich das Dorf, die Gemeinde und das Landwirtschaftsprojekt entwickelt. Kommunikation ist nur möglich durch Übersetzung, da keiner von uns rumänisch spricht. Das ist ein Handikap, funktioniert aber meistens ganz ordentlich. Im Bild befinden wir uns auf dem Landwirtschaftsbetrieb. Kurt Seiler links, Stefan Scurtu der Betriebsleiter in der Mitte und unser Übersetzer rechts. Wir erkundigen uns jeweils nach den Ernteresultaten, die wie bei uns von der Witterung abhängig sind. Der landwirtschaftliche Erfolg ermöglicht die Selbstversorgung und Neuanschaffungen. Auch dieses Jahr beten wir für eine gute Ernte. hmFrühstück in Rumänien Diese Frau war frühmorgens im Dorf unterwegs mit einem Brot unter dem Arm und zwei Peperoni in der Hand. Offensichtlich das Frühstück ihrer Familie. Nicht nur die Kargheit der Speise auch die Sprödigkeit ihrer Hände spricht eine Sprache. Obschon sie relativ jung war, sahen ihre Hände aus wie überstrapaziertes Werkzeug. Ihr Daumen wurde einmal bös verletzt und ist unschön verheilt. Für mich eine Erinnerung daran, dass Wohl und Wehe letztlich allein in der Hand unseres Gottes liegt. Psalm 31,16. hm Werkstatt in Holbav
Die Ältesten der Gemeinde von Holbav Die Werkstatt auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Gemeinde von Holbav. Im Bild Stefan, der Gemeindeleiter, Reini und Kurt von der EGA und Mischa der Übersetzer. Die Werkstatt ist wie alles auf dem Hof mit einfachsten Mitteln ausgestattet. Vieles wird improvisiert. Das meiste wird gebraucht beschafft, um Kosten zu sparen. Wir staunen immer wieder wie Stefan sich zu helfen weiss und Kontakte nutzt, die er offensichtlich pflegt. Für mich auch eine geistliche Lektion - wo die Möglichkeiten beschränkt sind, kann Gott aus wenig viel machen, wenn ihm das wenige zur Verfügung gestellt wird. hmArm - aber hoch motiviert Wir sind in Jashi einer Provinzhauptstadt in Ost-Rumnänien an der Grenze zu Moldawien. Im Bild der Pastor der Stadtgemeinde. Er ist anständig gekleidet, aber der Schein trügt. Die Gemeinde ist arm und er und seine Brüder sind alle berufstätig neben der Gemeindearbeit. Es braucht ein hohes Mass an Hingabe in einem Umfeld wie Rumänien, für Christus zu leben. Der Spass hört auf, wo die Armut beginnt. Mit Hilfe vom Ausland wird im Gemeindehaus von Jashi eine neue Heizung eingebaut. Mihai steht auf der Baustelle neben dem Gemeindegebäude. Wir konnten etwas Geld zurücklassen, zwar nur wenig, aber ein Zeichen der Verbundenheit. hmJohann, Gizika, Virgil und Stefan Ein fünfter Mann fehlt. Alexander ist nicht auf dem Bild, da er krank war. Zwei Besuche im Hause von Alexander werde ich nie vergessen. Der eine als seine Frau noch lebte und altersschwach im Bett lag. Er sass bei ihr und hatte diesen gelassenen Ausdruck auf dem Gesicht. Einfach ergeben in Gottes Hand. Beim zweiten Besuch war er selber krank und müde. Seit mehr als dreissig Jahren war er Ältester der Gemeinde. Wir fragten ihn, woran er sich am besten erinnere aus dieser Zeit. Seine Antwort lautete: „An die verstorbenen Brüder und die schöne Gemeinschaft mit ihnen“. Das vermisste er. Übrigens: Der Wert eng verbundener Brüder erweist sich dann, wenn einer unter Druck gerät. hm Kind in Jashi Wir waren unterwegs in die Moldau und machten irgendwo ausserhalb der Stadt Jashi einen kurzen Zwischenhalt. Das kleine Mädchen spielte auf dem Hof seiner Eltern, die beide gerade mit der Ernte beschäftigt waren. Was hat die Kleine für eine Zukunft zu erwarten in einem Agrarland, das sich massiv im Umbruch befindet. Das wird davon abhängen welche Ausbildungsmöglichen sie hat. Daher ist uns in Holbav weiterhin wichtig, auch die Dorfschule materiell zu unterstützen. hmTafel am Gemeindehaus
Die Evangelische Gemeinde in Holbav ist neben der orthodoxen Kirche und einer Pfingstgemeinde die einzige Kirche im Dorf. Uns liegt selbstverständlich daran, dass die kleine Evangelische Gemeinde in Holbav überleben kann. Unsere Hoffnung ist die, dass der Kern der Jugendgruppe ausgebaut wird, dass neue Familien gegründet werden, und dass sich junge Menschen im Dorf bekehren, so wird die Gemeinde fortbestehen. Das ist unsere Bitte. hmStrassen in Rumänien
Palast des Volkes in Bukarest Rumänien |




Bernhard Feder ist deutschstämmiger Rumäne, Christ und Geschäftsmann. Er kennt das Land wie wenige, hat ein Herz für das Reich Gottes und ist auch unter Christen breit vernetzt. Wir betrachten es als einen Glücksfall ihn zu kennen. Sein Rat hat uns verschiedentlich bewahrt vor falschem Vorgehen und unklugen Investitionen. Ihm haben wir es auch zu verdanken, dass wir unseren Horizont erweitern und einige andere Teile des Landes kennen lernten. Ein Gebetsanliegen wäre, dass wir auch in Zukunft durch die Beziehung zu Bernhard am Puls der aktuellen Geschehnisse in Rumänien bleiben können. hm
Alle zwei Jahre reisen wir nach Holbav, um unsere Patengemeinde zu besuchen, den Kontakt zu pflegen und zu sehen wie sich das Dorf, die Gemeinde und das Landwirtschaftsprojekt entwickelt. Kommunikation ist nur möglich durch Übersetzung, da keiner von uns rumänisch spricht. Das ist ein Handikap, funktioniert aber meistens ganz ordentlich. Im Bild befinden wir uns auf dem Landwirtschaftsbetrieb. Kurt Seiler links, Stefan Scurtu der Betriebsleiter in der Mitte und unser Übersetzer rechts. Wir erkundigen uns jeweils nach den Ernteresultaten, die wie bei uns von der Witterung abhängig sind. Der landwirtschaftliche Erfolg ermöglicht die Selbstversorgung und Neuanschaffungen. Auch dieses Jahr beten wir für eine gute Ernte. hm
Diese Frau war frühmorgens im Dorf unterwegs mit einem Brot unter dem Arm und zwei Peperoni in der Hand. Offensichtlich das Frühstück ihrer Familie. Nicht nur die Kargheit der Speise auch die Sprödigkeit ihrer Hände spricht eine Sprache. Obschon sie relativ jung war, sahen ihre Hände aus wie überstrapaziertes Werkzeug. Ihr Daumen wurde einmal bös verletzt und ist unschön verheilt. Für mich eine Erinnerung daran, dass Wohl und Wehe letztlich allein in der Hand unseres Gottes liegt. Psalm 31,16. hm
Die Werkstatt auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Gemeinde von Holbav. Im Bild Stefan, der Gemeindeleiter, Reini und Kurt von der EGA und Mischa der Übersetzer. Die Werkstatt ist wie alles auf dem Hof mit einfachsten Mitteln ausgestattet. Vieles wird improvisiert. Das meiste wird gebraucht beschafft, um Kosten zu sparen. Wir staunen immer wieder wie Stefan sich zu helfen weiss und Kontakte nutzt, die er offensichtlich pflegt. Für mich auch eine geistliche Lektion - wo die Möglichkeiten beschränkt sind, kann Gott aus wenig viel machen, wenn ihm das wenige zur Verfügung gestellt wird. hm
Wir sind in Jashi einer Provinzhauptstadt in Ost-Rumnänien an der Grenze zu Moldawien. Im Bild der Pastor der Stadtgemeinde. Er ist anständig gekleidet, aber der Schein trügt. Die Gemeinde ist arm und er und seine Brüder sind alle berufstätig neben der Gemeindearbeit. Es braucht ein hohes Mass an Hingabe in einem Umfeld wie Rumänien, für Christus zu leben. Der Spass hört auf, wo die Armut beginnt. Mit Hilfe vom Ausland wird im Gemeindehaus von Jashi eine neue Heizung eingebaut. Mihai steht auf der Baustelle neben dem Gemeindegebäude. Wir konnten etwas Geld zurücklassen, zwar nur wenig, aber ein Zeichen der Verbundenheit. hm
Ein fünfter Mann fehlt. Alexander ist nicht auf dem Bild, da er krank war. Zwei Besuche im Hause von Alexander werde ich nie vergessen. Der eine als seine Frau noch lebte und altersschwach im Bett lag. Er sass bei ihr und hatte diesen gelassenen Ausdruck auf dem Gesicht. Einfach ergeben in Gottes Hand. Beim zweiten Besuch war er selber krank und müde. Seit mehr als dreissig Jahren war er Ältester der Gemeinde. Wir fragten ihn, woran er sich am besten erinnere aus dieser Zeit. Seine Antwort lautete: „An die verstorbenen Brüder und die schöne Gemeinschaft mit ihnen“. Das vermisste er. Übrigens: Der Wert eng verbundener Brüder erweist sich dann, wenn einer unter Druck gerät. hm
Wir waren unterwegs in die Moldau und machten irgendwo ausserhalb der Stadt Jashi einen kurzen Zwischenhalt. Das kleine Mädchen spielte auf dem Hof seiner Eltern, die beide gerade mit der Ernte beschäftigt waren. Was hat die Kleine für eine Zukunft zu erwarten in einem Agrarland, das sich massiv im Umbruch befindet. Das wird davon abhängen welche Ausbildungsmöglichen sie hat. Daher ist uns in Holbav weiterhin wichtig, auch die Dorfschule materiell zu unterstützen. hm
Die Evangelische Gemeinde in Holbav ist neben der orthodoxen Kirche und einer Pfingstgemeinde die einzige Kirche im Dorf. Uns liegt selbstverständlich daran, dass die kleine Evangelische Gemeinde in Holbav überleben kann. Unsere Hoffnung ist die, dass der Kern der Jugendgruppe ausgebaut wird, dass neue Familien gegründet werden, und dass sich junge Menschen im Dorf bekehren, so wird die Gemeinde fortbestehen. Das ist unsere Bitte. hm
Der Strassenzustand in Rumänien ist abseits der Hauptachsen im all-gemeinen schlecht, häufig sogar katastrophal. Besonders Nachtfahrten sind ein gefährliches Unternehmen: Keine Markierungen, unbeleuchtete Pferdegespanne, Betrunkene mitten auf der Strasse, frei herumlaufende Tiere, und gefährliche Überholmanöver. Das Hauptproblem bei Pannen ist das Erreichen des Hilfsdienstes, da die Kommunikationsmittel fehlen. Holbav selbst ist nur über eine rauhe Schotterstrasse zu erreichen. Der Fussmarsch bis nach Vulcan, dem nächsten Dorf, dauert eine gute Stunde. Vielleicht kommt der Tag an dem diese für Holbav wichtige Strasse einmal geteert wird. hm
Die fünf grössten Städte Rumäniens sind Bukarest, Iasi, Constanta, Timisoara und Galati. Bukarest ist mit 2 Millionen Einwohnern die Hauptstadt, das politische und kulturelle Zentrum Rumäniens. Der Palast des Volkes wurde von Ceausescu in den 80er Jahren gebaut. Die gigantische Stufenpyramide ist nach dem Pentagon das zweitgrösste Gebäude der Welt und wird vom rumänischen Parlament genutzt. Die Spuren des Diktators sind überall in der Stadt noch zu finden. Auch in Holbav zeigt sich das. Trotz Verbesserungen in Richtung Marktwirtschaft, ist das Dorf gezeichnet von seiner Vergangenheit. Wirtschaftlich, aber auch geistlich bleibt noch viel zu tun. hm
Seit diesem Jahr gehört Rumänien zur EU. Kenner des Landes befürchten, dass die Auswirkungen für die Bauern schwierig werden, auf Grund der restriktiven Gesetze. Bei einem Lohn– durchschnitt von 420.– Euro und einer Inflationsrate von 7 % bleibt für viele Rumänen auf dem Land das Leben am Rande der Armut. Für die Gemeinde in Holbav werden wir uns weiter-hin auch im Bereich der Landwirtschaft engagieren. hm
Sie sind keine grosse Truppe und sie leben in einem armen Dorf, abseits vieler Bequemlichkeiten. Niemand kennt sie, keiner ermutigt sie, sie werden kaum je im Rampenlicht des Erfolgs stehen – nach menschlichen Massstäben. Aber wer hat denn gesagt, dass Gott mit menschlichen Mass misst? Er tut es nicht. Er kennt diese Jugendlichen, er weiss sehr genau um ihre Gruppe. Er macht ihnen Mut, weiter zu machen mit dem, was sie tun, denen helfen, die ihre Hilfe nötig haben. Erfolg –vielleicht nicht zahlenmässig – aber Zahlen sind nicht alles. Gott gewichtet das Herz. Wer weiss, vielleicht sind diese jungen Leute Hoffnungsträger für die Zukunft. Uns ist es eine Ehre, sie zu unterstützen mit Fürbitte und mit Finanzen. Wenn du für die Jugendgruppe unserer Patengemeinde materiell etwas tun möchtest, wende dich bitte an Urs Schadegg..jpg)
