Update
Zwei Millionen Christen? Wie der Informationsdienst Compass Direct berichtet, wächst die Zahl der Christen. Nach Angaben von Pastor Kumar Chetri (Kathmandu) gibt es in Nepal heute fast zwei Millionen Christen. Ausländische Religionsstatistiker gingen bisher von etwa der Hälfte aus. Danach sind von den 29,5 Millionen Einwohnern etwa 81 Prozent Hindus, elf Prozent Buddhisten, vier Prozent Muslime und 3,4 Prozent Christen. Der Rest ist religionslos. Evang. Allianz Deutschland 24.08.11
Martin Luthers Idee hat Auswirkungen bis heute: dem Volk Indien: Wieder ein Pastor getötet
indischen Ballia (Bundesstaat Uttar Pradesh) ist ein junger Pastor. Der 24-jährige Deepak Kumar war am 17. Juni zusammen mit einem Bekannten mit dem Fahrrad auf dem Heimweg von einer Hochzeit, als sich von hinten eine Gruppe Unbekannter in einem Kleinbus näherte und die beiden überfuhr. Wenig später fanden Dorfbewohner die beiden Schwerverletzten. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Pastor erlag seinen schweren Verletzungen, als er in eine andere Klinik transportiert wurde. Die Polizei geht davon aus, dass die Tat vorsätzlich begangen wurde. Wie das Missionswerk Empart (Bremen) berichtet, hatte Kumar zuvor Drohungen erhalten. Darin wurde er aufgefordert, nicht mehr das Evangelium zu predigen und die Region zu verlassen. Erst Ende Mai waren dort zwei Pastoren getötet worden. Von den rund 200 Millionen Einwohnern Uttar Pradeshs sind mehr als 80 Prozent Hindus; 18,5 Prozent sind Muslime und 0,1 Prozent Christen. Der Rest gehört anderen Religionen an. Idea 26/2011
In der Volksrepublik China gibt es heute mehr Christen als Kommunisten. Nach ihren Informationen spreche der chinesische Staat selbst von 100 Millionen evangelischen Christen, sagte Qian Yang der Zeitschrift „Faktor C“ des deutschen Verbands «Christen in der Wirtschaft». Sie vermute, dass die Zahl höher liege und vielleicht ein Zehntel der Bevölkerung von 1,3 Milliarden erreiche. Die Kommunistische Partei Chinas hat rund 80 Millionen Mitglieder. Frau Yang, die aus Tibet stammt, wurde strikt atheistisch erzogen. Als 15-Jährige hörte sie christliche Radiosendungen und ließ sich mit 18 Jahren taufen. Sie studierte Kommunikationswissenschaft und Germanistik in Peking und absolvierte ein Aufbaustudium an der European School of Business in Reutlingen. Laut der 31-jährigen Unternehmerin Yang hat sich in den vergangenen drei Jahren die Lage von Christen in China dramatisch verbessert. Die Informationen, die Europäer über die Situation im Land hätten, seien «oft nicht mehr aktuell oder ein bisschen übertrieben». Inzwischen seien auch nichtregistrierte Gemeinden vielerorts geduldet. Bei Kontakten mit ausländischen Missionaren fürchte die Regierung jedoch, dass chinesische Gruppen manipuliert würden. 22.06.11 / Livenet / idea "Kulturelle Invasion des Feindes": Christen im Iran Sie werden als "Glaubensdiebe" verleumdet, bedrängt, verhaftet und sogar ermordet. Trotzdem verstärken Christen im Iran ihre Aktivitäten, berichtet der iranische Schriftsteller Amir Hassan Cheheltan in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Auf den Abfall vom Islam steht im islamischen Strafrecht die Todesstrafe. "Insofern", beginnt Cheheltan seinen Text, "ist das Christentum für Muslime ein verbotenes Thema". Verboten sei im Iran jedoch vieles, und so gebe es "für jede verbotene Angelegenheit geheime Orte". Verbotene Bücher und Alkoholika könne man heimlich erwerben, der Iran habe mittlerweile "Untergrund-Diskos, Untergrund-Musik und sogar Untergrund-Kirchen"."Welle der Verhaftungen von Christen" Die zahlreichen Untergrundkirchen hätten jedoch die Aufmerksamkeit der Obrigkeit geweckt. "Seit Weihnachten hat es in der islamischen Republik eine Welle der Verhaftungen von Christen gegeben", schreibt Cheheltan. "Berichten zufolge sind das Hauptziel dieser Verhaftungen evangelikale Christen, die nach Angabe der Behörden ihre Aktivitäten neuerdings verstärkt haben". In amtlichen Verlautbarungen würden diese als "zionistische Christen" und als "kulturelle Invasion des Feindes" bezeichnet, die von den USA und Großbritannien unterstützt würden. "Ein iranischer Pastor, der außerhalb des Irans lebt, reagierte auf diese Festnahmen folgendermaßen: 'Die Menschen suchen uns auf und erklären, dass sie an kirchlichen Zeremonien teilnehmen oder sich sogar taufen lassen wollen, um zum Christentum überzutreten'", berichtet Cheheltan. Iranische Christen würden außerdem berichten, dass sie kein Recht auf den Besitz einer Bibel hätten – das Buch gebe es nirgendwo in dem Land zu kaufen. Einige der verhafteten Christen hätten nach ihrer Freilassung ausgesagt, "dass sie während ihrer Inhaftierung versprechen mussten, an keiner kirchlichen Zeremonie mehr teilzunehmen". Zudem hätten sie sich verpflichten müssen, Muslime nicht mehr in ihre Kirchen hineinzulassen. Berichte über brutale Morde an Christen Bereits vor zwei Jahren habe die Verhaftungswelle gegen Christen im Iran begonnen, in den 1990ern habe es ähnliche Vorfälle gegeben: 1994 verschwand der Leiter der Gotteskirche Irans, der auch internationale Proteste organisiert hatte. "Nur wenige Tage später fand man seinen Leichnam; er war erstochen worden", schreibt Cheheltan. Monate später sei ein anderer Pastor im Haus eines Unbekannten erschossen worden, bei der Durchsuchung des Hauses hätten die Beamten in einer Tiefkühltruhe die Leiche eines weiteren Pastors entdeckt, dieser sei zuvor aus einer neunjährigen Haftstrafe entlassen worden. Hauskirchen haben Konjunktur "Im Iran haben Hauskirchen Konjunktur", schreibt der iranische Autor, und führt dies auf die "Verwirrung der Jugendlichen" zurück, welche "die Wahrheit des Islams mit der Wahrheit der Herrschenden gleichsetzen und sich deshalb entschließen, anderen Glaubensrichtungen beizutreten". Der F.A.Z.-Gastbeitrag endet mit einem Zitat des koreanischen Pastors Lee, der 19 Jahre für die koreanische Kirche im Iran tätig war: "Ich werde für Iran beten". Amir Hassan Cheheltan wurde 1956 in Teheran geboren. Er schreibt Essays für verschiedene Zeitungen, sein neuer Roman erscheint im August in deutscher Übersetzung. (pro) Irrungen und Wirrungen: Wenn Physiker theologisch werden ![]() Das Universum habe sich selbst erzeugt, ist der bekannte britische Astrophysiker Stephen Hawking in seinem neuesten Buch "Der große Entwurf" überzeugt. In der "Zeit" wendet Eduard Kaeser ein, die Naturwissenschaft sollte besser bei dem bleiben, wozu sie da ist: die Naturgesetze beschreiben. Der berühmte Astrophysiker aus Cambridge, Stephen Hawking, beschäftigt sich in seinem Buch mit dem Beginn der Welt. Er glaubt, dass sich Elementarteilchen spontan aus dem Vakuum erzeugen lassen. Gemäß der Quantenphysik ist das Vakuum nicht einfach leer, sondern angefüllt mit Energiefluktuationen. Hawking schreibt: "Da es ein Gesetz wie das der Gravitation gibt, kann und wird sich das Universum (...) aus dem Nichts erzeugen. Spontane Erzeugung ist der Grund, warum es das Universum gibt, warum es uns gibt. Es ist nicht nötig, Gott als den ersten Beweger zu bemühen, der das Licht entzündet und das Universum in Gang gesetzt hat." Der Publizist Eduard Kaeser, der Theoretische Physik und Philosophie studierte und Physik und Mathematik an einem Gymnasium in der Schweiz unterrichtet, antwortet in der Silvester-Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" kritisch auf Hawkings Buch. "Aber ein physikalisches Gesetz beschreibt und erklärt nur ein Ereignis, es erzeugt es nicht", so Kaeser, "auch nicht in den ersten Millionstelsekunden der Welt." Selbst eine "Theorie von allem", nach der Physiker seit langem streben, erklärte allenfalls alles, sie erzeuge jedoch nichts. Der Schweizer Physiklehrer zieht einen Vergleich aus dem Fußball heran: Man könne zwar den Flug eine getretenen Balles gut beschreiben, und zwar anhand der Daten über Schusswinkel, Kraft des Beins und so weiter, aber die Berechnungen könnten den Flug des Balles nicht hervorrufen. Kaeser gesteht ein, dass Forscher "spontane Fluktuation" im Vakuum entdeckt hätten. Aber wenn Hawking sage, das Universum habe sich selbst erzeugt, personifiziere er insgeheim die Gesetze der Physik. Der Gravitation werde die Schöpferrolle zugesprochen. "Anders gesagt, er erzählt uns einen Mythos in der Sprache der Physik." Kaeser schreibt weiter: "Daran wäre an sich nichts auszusetzen, verbände Hawking damit nicht den Anspruch, die Wissenschaft habe die Mythologie überwunden." Hawking unterminiere mit seiner Argumentation die Autorität, die Wissenschaft in unserer Gesellschaft habe. Die "theologischen Eskapaden" des britischen Physikers seien teilweise "lächerlich", so Kaeser. "Er bringt eine ganze Disziplin, ein über dreihundertjähriges Ethos in Verruf." Dieses wissenschaftliche Ethos, festgehalten etwa 1663 in den Statuten der Royal Society, besage, dass die Naturwissenschaft ohne Theologie oder Metaphysik betrieben werden müsse. Genau das habe Hawking mit seiner Theorie aber getan, er habe die Grenze zwischen Naturwissenschaft und Theologie in seinem Buch verwischt. "Er macht sich anheischig, als Wissenschaftler Dinge zu beweisen, die mit seiner Wissenschaft nicht beweisbar sind." Kaeser nennt Hawking einen "großen Physiker der Gegenwart", doch seine "Auftritte als Physiker außer Dienst" hätte nichts mit Wissenschaft zu tun, "sondern mit Wissenschaftsvermarktung". Hawking habe in einem Interview einmal gesagt, dass er Fragen nach Gott und seinen Glauben nicht möge. Doch beim Versuch, Gott "aus dem Universum hinauszubeweisen" bediene er durchaus ein religiöses Bedürfnis. Medienmagazin pro Des hommes et des dieux - Von Menschen und Göttern Neun Geistliche sehen sich mit einer zunehmend gewalttätigen Welt konfrontiert. In einem Kloster in den Bergen Algeriens leben neun französische Mönche ein friedliches, asketisches Leben, ihrem Glauben und dem Helfen anderer verpflichtet. Aus den unwegsamen Berghängen vor den Klostermauern haben sie blühende Gärten geschaffen, die Menschen aus den umliegenden Dörfern finden bei ihnen immer Unterstützung, ob bei medizinischen Fragen oder anderen Nöten. Als in der Nähe des Klosters eine Gruppe von Gastarbeitern von islamischen Rebellen getötet wird, wird den Mönchen jedoch klar, dass der schon lange schwelende Konflikt zwischen algerischen Regierungstruppen und den Rebellen immer näher an sie herankommt. Er wird auch vor den Toren ihres Klosters nicht haltmachen, und ihr christlicher Glaube kann sie in große Gefahr bringen.Ein ungewöhnlicher Antikriegsfilm. Der französische Regisseur Xavier Beauvois verfilmt die Entführung der französischen Zisterziensermönche auf bewegende Art und Weise. Prädikat: Wertvoll und höchst aktuell. Blick/20-Minuten Gesellschaft von „getauften Gottlosen“ ![]() Eine sehr kritische Analyse über die Rolle des christlichen Glaubens in Russland hat der Kirchenhistoriker und russisch-orthodoxe Erzpriester Prof. Georgij Mitrofanov vorgelegt: Wir sind eine „Gesellschaft von getauften Gottlosen“ mit magischen und heidnischen Vorstellungen. Man sei, so Mitrofanov, in den achtziger Jahren von der Illusion ausgegangen, dass die Russen ein orthodoxes Volk seien, das aber wegen der kommunistischen Herrschaft die Kirchen nicht besuchen könne. Dann habe man erlebt: Auch nach dem Ende der Sowjetunion komme nur ein kleiner Teil des Volkes regelmäßig in die Kirchen. Nach Ansicht des Kirchenhistorikers haben die Kommunisten in der Sowjet-Ära einen neuen Typus Mensch geschaffen – den „neidischen Habenichts“. Er sei mit der Überzeugung aufgewachsen, das Wichtigste im Leben seien materielle Werte: „Und weil er dieser Werte beraubt war, wurde er viel habgieriger und war viel mehr auf den eigenen Vorteil bedacht als ein westlicher Spießer.“ Für die heutige Priestergeneration sei die Kirche oftmals in erster Linie ein Ort, an dem man mit Geschäftsleuten in Kontakt trete und rituelle Dienstleistungen anbiete: „Hier kriegt man für Geld sein Auto gesegnet, sein Baby getauft, seinen Toten beerdigt. Mehr will man ja nicht von einem Priester.“ Der Theologieprofessor zieht den Schluss: „Die Botschaft von Jesus Christus muss in Russland wieder neu verkündigt werden.“Impuls 12/10 Neue „Viertelstunde“ 400.000 Exemplare der neuen Verteilzeitung „Viertelstunde für den Glauben“ sollen vor Weihnachten in möglichst viele Haushalte der Deutschschweiz Zugang finden. Da die Zeitschrift das Weihnachtsfest thematisiert, soll die Verteilung vor Weihnachten erfolgen. Der grösste Teil wird über sogenannte Dorfpatenschaften unter die Leute gebracht. Kirchgemeinen, Hauskreise oder Einzelpersonen übernehmen dabei die Kosten für die Verteilung, welche durch die Post erfolgt. – Bestellungen: Evangelische Allianz, Josefstrasse 32, 8005 Zürich. 043/366 60 83, www.viertelstunde.chIdea 47/2010 Unwissenheit über die Bibel Auch unter den theologisch konservativen Evangelikalen wird weniger als früher in der Bibel gelesen. Deshalb ruft der deutsche Bibelbund zur Umkehr.Während der ersten Konferenz des deutschen Bibelbundes kritisierte der Leiter des Treffens und Geschäftsführer der christlichen Verlagsgesellschaft Dillenburg, Hartmut Jaeger: „Viele Evangelikale suchen Lebenshilfe in irgendwelchen Büchern anstatt im Wort Gottes.“ Häufig nähmen sich Christen morgens nicht die Zeit zum Biblestudium, sondern begnügten sich mit einem „geistlichen Schnellimbiss“. „Wilde Ehe nicht erlaubt“ Nach Jaegers Worten sei die intensive Beschäftigung mit der Bibel „immer der Ausgangspunkt für eine Erweckung gewesen. Der Vorsitzende des Bibelbundes, der Theologiedozent Michael Kotsch, berichtete, Evangelikale seien oft nicht über die sexualethischen Weisungen in der Bibel informiert. So begründeten manche Mitarbeiter eine Partnerschaft ohne Trauschein damit, dass dazu in der Heiligen Schrift nichts stehe. Dabei werde dort klar gesagt, dass Sexualität in die Ehe von Mann und Frau gehöre. Ausserdem werde oft die Frauenordination damit begründet, dass viele Pastorinnen gut predigen könnten, ohne dass man beachte, was die Bibel zur Rolle der Frau sage, und dass sie eine Frauenordination ablehne. Gegen eine Wohlfühltheologie Kotsch kritisierte, dass viele Christen die Bibelstellen, die die eigene Lebensführung infrage stellte, ausblendeten. Dazu gehörten beispielsweise Aussagen über Geldgier, Geiz, Heuchelei. Es dürfe jedoch nicht dazu kommen, dass eine „Wohlfühltheologie“ die Bedeutung der biblischen Botschaft für alle Lebensbereiche aushebele. Kotsch kündete an, dass 2011 eine gemeinsame Tagung mit den Bibelbünden von Ungarn und der Schweiz stattfinden wird. Idea 47/2010
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„Gott schuf zwei grosse Lichter: das grössere Licht für den Tag und das kleinere für die Nacht. Und Gott schuf auch die Sterne. 1. Mose 1,16
Kathmandu (idea) - Sorge um fortgesetzte Einschränkungen der Religionsfreiheit treibt die christliche Minderheit im hinduistisch geprägten Himalaja-Staat Nepal um. So soll in der künftigen Verfassung weiter ein Bekehrungsverbot enthalten sein. Danach dürfte niemand einen anderen Bürger zum Religionsübertritt veranlassen. Dies verletze aber das Menschenrecht der freien Religionswahl, erklärt die internationale Organisation Christian Solidarity Worldwide (CSW/Christliche Solidarität Weltweit). Die Verfassung soll die Grundlage für den säkularen Staat bilden, der aus dem ehemaligen einzigen hinduistischen Königreich der Welt hervorgegangen ist. Vor fünf Jahren war der Hinduismus als Staatsreligion offiziell abgeschafft worden. Christen und andere religiöse Minderheiten wie Buddhisten und Muslime engagieren sich in einer Kampagne, die zum Ende der religiösen Diskriminierung führen soll. Unter anderem sollen Kirchen, Moscheen und buddhistische Klöster als Institutionen staatlich anerkannt werden. Das ist bisher nicht der Fall. Nach Angaben einheimischer Pastoren haben Kirchen zum Beispiel keine Möglichkeit, ihre Verstorbenen auf eigenen Friedhöfen zu bestatten.
"Doch de Pharisäer hät s vor Töibi fascht öppis ggee." Während 14 Jahren hat der Zürcher Pfarrer Emil Weber mit dem griechischen Urtext gerungen. Daraus ist "S Nöi Teschtamänt Züritüütsch" entstanden. Der „Longseller“ ist jetzt gerade in 3. Auflage erschienen. Der frühere Boldern-Leiter und 2007 am Heilig Abend verstorbene Emil Weber mit dem exegetischen Faible hat in die 27 neutestamentlichen Bücher fast seine ganze Freizeit investiert. Angeregt durch Peter Buff, den Leiter des Jordan-Verlags, hatte Weber 1984 begonnen, das Evangelium zu übersetzen: "Und s Wort isch Fläisch und Bluet woorde", hatte Weber die berühmten Worte aus dem Prolog von Johannes übersetzt. Christus, das Wort, ist "äimaalig schöön, abgschnitte de Vater, luuter Gnaad und Waret."
Ballia/Lahore – Erneut sind in Indien und Pakistan zwei Christen getötet worden. Opfer im nord
In der Volksrepublik China gibt es heute mehr Christen als Kommunisten.
Auf den Abfall vom Islam steht im islamischen Strafrecht die Todesstrafe. "Insofern", beginnt Cheheltan seinen Text, "ist das Christentum für Muslime ein verbotenes Thema". Verboten sei im Iran jedoch vieles, und so gebe es "für jede verbotene Angelegenheit geheime Orte". Verbotene Bücher und Alkoholika könne man heimlich erwerben, der Iran habe mittlerweile "Untergrund-Diskos, Untergrund-Musik und sogar Untergrund-Kirchen".
In einem Kloster in den Bergen Algeriens leben neun französische Mönche ein friedliches, asketisches Leben, ihrem Glauben und dem Helfen anderer verpflichtet. Aus den unwegsamen Berghängen vor den Klostermauern haben sie blühende Gärten geschaffen, die Menschen aus den umliegenden Dörfern finden bei ihnen immer Unterstützung, ob bei medizinischen Fragen oder anderen Nöten. Als in der Nähe des Klosters eine Gruppe von Gastarbeitern von islamischen Rebellen getötet wird, wird den Mönchen jedoch klar, dass der schon lange schwelende Konflikt zwischen algerischen Regierungstruppen und den Rebellen immer näher an sie herankommt. Er wird auch vor den Toren ihres Klosters nicht haltmachen, und ihr christlicher Glaube kann sie in große Gefahr bringen.
Eine sehr kritische Analyse über die Rolle des christlichen Glaubens in Russland hat der Kirchenhistoriker und russisch-orthodoxe Erzpriester Prof. Georgij Mitrofanov vorgelegt: Wir sind eine „Gesellschaft von getauften Gottlosen“ mit magischen und heidnischen Vorstellungen. Man sei, so Mitrofanov, in den achtziger Jahren von der Illusion ausgegangen, dass die Russen ein orthodoxes Volk seien, das aber wegen der kommunistischen Herrschaft die Kirchen nicht besuchen könne. Dann habe man erlebt: Auch nach dem Ende der Sowjetunion komme nur ein kleiner Teil des Volkes regelmäßig in die Kirchen. Nach Ansicht des Kirchenhistorikers haben die Kommunisten in der Sowjet-Ära einen neuen Typus Mensch geschaffen – den „neidischen Habenichts“. Er sei mit der Überzeugung aufgewachsen, das Wichtigste im Leben seien materielle Werte: „Und weil er dieser Werte beraubt war, wurde er viel habgieriger und war viel mehr auf den eigenen Vorteil bedacht als ein westlicher Spießer.“ Für die heutige Priestergeneration sei die Kirche oftmals in erster Linie ein Ort, an dem man mit Geschäftsleuten in Kontakt trete und rituelle Dienstleistungen anbiete: „Hier kriegt man für Geld sein Auto gesegnet, sein Baby getauft, seinen Toten beerdigt. Mehr will man ja nicht von einem Priester.“ Der Theologieprofessor zieht den Schluss: „Die Botschaft von Jesus Christus muss in Russland wieder neu verkündigt werden.“
400.000 Exemplare der neuen Verteilzeitung „Viertelstunde für den Glauben“ sollen vor Weihnachten in möglichst viele Haushalte der Deutschschweiz Zugang finden. Da die Zeitschrift das Weihnachtsfest thematisiert, soll die Verteilung vor Weihnachten erfolgen. Der grösste Teil wird über sogenannte Dorfpatenschaften unter die Leute gebracht. Kirchgemeinen, Hauskreise oder Einzelpersonen übernehmen dabei die Kosten für die Verteilung, welche durch die Post erfolgt. – Bestellungen: Evangelische Allianz, Josefstrasse 32, 8005 Zürich. 043/366 60 83, www.viertelstunde.ch
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