Die Geistesgaben
Gott ist
souverän in der Einsetzung aller seiner Gaben. Wir glauben, dass die
Gaben der Evangelisten, Hirten und Lehrer für die Zurüstung der
Gläubigen heute ausreichend sind und dass die Zeichenwunder temporäre
Geistesgaben waren, die während der Gründungsphase der Gemeinde die
Wahrheit des Evangeliums für die Juden bezeugten und bestätigten.
1.Kor. 12:4-11; Eph. 4:7-13; Eph. 2:20-22; Hebr. 2:3-4; Joh. 20:30-31; Apg. 2:22
Göttliche Heilung
Gott
kann heilen und er heilt auch heute noch, doch körperliche Heilung ist
in der Versöhnung nicht eingeschlossen. Gott heilt heute auf wunderbare
Weise, wenn es seinem vollkommenen Willen entspricht, dies zu tun. Wir
glauben jedoch, dass die neutestamentliche Gabe des Heilens eine
temporäre Zeichengabe war. Sie diente der Authentifizierung und der
Bestätigung des Evangeliums zur Gründungszeit der Gemeinde. Wir
distanzieren uns von Heilungskampagnen. Diese stützen sich oft auf
biblische Aussagen, betonen sie aber einseitig-manipulativ und
berücksichtigen dabei andere wichtige Wahrheiten der Schrift zu wenig.
Heil und Heilung dürfen nicht vermischt werden. Durch die Garantie der
Versöhnung kann kein Anspruch auf körperliche Heilung gestellt werden.
Manchmal ist es Gottes Wille, dass eine Krankheit nicht weggenommen
wird.
Jes. 53:4-5; Röm. 8:22-23; Röm. 8:18; 2.Kor. 12:7-10; Off. 21:4
Zungenrede
Die
biblische Zungenrede war eine Wundergabe. Das Zeitalter der
spektakulären Wunder sehen wir im selben Sinne beendet wie das
apostolische Zeitalter. So glauben wir, dass auch die Zungenrede eine
temporäre Zeichengabe war. Das Reden in Zungen ist kein Zeichen für die
Geistestaufe (1.Kor. 12:13). Das Reden in Zungen wurde nicht von allen
Korinthern praktiziert (1. Kor. 12:29). Auch war diese Gabe in Korinth
nicht ein Zeichen der Reife, sondern der Unmündigkeit (1. Kor. 13:11).
Ursprünglich
diente diese Gabe nicht dem Ergötzen der Gläubigen, sondern der
Evangelisierung der Ungläubigen (1.Kor. 14:22). Wir beantworten die
Frage, ob Christen heute in Zungen reden sollen, mit einem
entschiedenen Nein. Damit wollen wir jedoch unsere charismatischen
Brüder, welche in diesen Fragen anders denken, nicht verurteilen.