Wort zur Woche

„Lichter“
„Gott schuf zwei grosse Lichter: das grössere Licht für den Tag und das kleinere für die Nacht. Und Gott schuf auch die Sterne. 1. Mose 1,16

Sonne, Mond und Sterne werden dargestellt als Gottes Instrument um Zeit zu offenbaren. Zeit involviert uns in beides Kontinuität und Veränderung: jeder Tag und jede Nacht sind anders; jeder Tag und jede Nacht sind gleich. Mit dieser Kombination von Neuem und gleichzeitig von Stabilem werden wir weder verwirrt noch gelangweilt.

Wie wirkt der Sternenhimmel auf dich?



„Erde“

"Dann sprach er: "Auf der Erde soll Gras wachsen und sie soll Pflanzen hervorbringen, die Samen tragen, und bäume voller unterschiedlichster Früchte, in denen ihr Same ist." Und so geschah es.
1. Mose
1,11


Mitten im Himmelsgewölbe werden Erde, Meer und Vegetation geschaffen als Schauplatz für Geschichte und Glauben. Egal, wie viel Leid und Last wir auf diesem Planeten erleben, uns wird bewusst, dass dieser Ort, der uns zum Leben gegeben wurde, geplant ist. Geplant und geformt von unserem weisen Gott, der ihn als gut deklariert.

Wann hast du das letzte Mal gelobt und gedankt für seine unglaubliche Schöpfung?



„Licht“
„Da sprach Gott: „Licht entstehe!“
und das Licht strahlte auf.“ 1. Mose 1,3

Der erste Schöpfungsakt ist das Licht: die Voraussetzung zu allem Leben äusserlich und innerlich. Wir leben auf einem lichtgefluteten Planeten. Gott hat uns von Anfang an und bis heute mit dem versorgt, was seine Gegenwart und sein Wirken aufzeigt. Er versteckt sich nicht im Dunkeln. Wir tappen nicht in der Finsternis.

Wieso ist Licht für dich wichtig? Wo hat Gott Licht in dein Leben gebracht?




„Wüst und öde“
„Die Erde aber war wüst und öde, finster war es über den Wassern.“ 1. Mose 1,2

Chaos ist das Rohmaterial für Gottes Kreativität. Er ist fähig aus nichts etwas zu machen. Sein schöpferischer Geist ist allezeit über dem Durcheinander und der Leere, um daraus den Kosmos entstehen zu lassen.
 

Welche Chaos-Erfahrung hast du in deinem Leben gemacht? 
Wie hat Gott für dich Ordnung geschaffen?



 
„Am Anfang als Gott den Himmel und die Erde schuf …“ 1. Mose 1,1
Gott ist ein Schöpfergott. Unsere Gedanken und unser Handeln, unser Atmen und unser Hoffen geschehen in einer Welt, die Gott kreativ in Bewegung gesetzt hat. Wir sind nie der Urkeim von etwas. Wir finden den Sinn des Lebens auch nicht in der Selbstinszenierung, sondern im Antworten auf das, was Gott in uns bereits begonnen hat, indem er uns geschaffen und versöhnt hat.

Was bedeutet dieser Ursprung für die Art und Weise wie du dein Leben gestaltest?



„Gelebte Gnade“
Vor vielen Jahren kam ich zu der Erkenntnis, dass es zwei Hauptgründe für die meisten Probleme im emotionalen Bereich bei Christen gibt: Einmal das Versagen, Gottes unbedingte Gnade und Vergebung zu verstehen, zu empfangen und auszuleben; und zum zweiten das Versagen, diese bedingungslose Liebe, Vergebung und Gnade auch weiterzugeben. Wir lesen, wir hören, wir glauben an eine gute Theologie der Gnade. Aber wir leben nicht danach. Die gute Nachricht des Evangeliums der Gnade hat unsere Gefühlsebene nicht erreicht.
„Die Welt kann fast alles ebenso gut wie die Gemeinde oder sogar besser“, sagte Gordon MacDonald in einem Gespräch. „Man muss nicht Christ sein, um Häuser zu bauen, Hungernde zu speisen oder Kranke zu heilen. Es gibt nur eins, was die Welt nicht kann. Sie kann keine Gnade anbieten.“ MacDonald hat seinen Finger auf den einen, den wichtigsten Auftrag der Kirche gelegt. Wohin sonst kann denn die Welt gehen, wenn sie die Gnade finden soll?

Philip Yancey


Vergebung

Die Gemeinschaft ist ein Ort der Vergebung. Bei allem Vertrauen, das man zueinander hat, wird es immer wieder Worte geben, die verletzen. Man wird immer wieder versuchen, sich selbst in die Mitte zu stellen. Es wird immer wieder eine Situation eben, in der sich jemand in seiner Empfindlichkeit verletzt fühlt. Gemeinsames Leben ist darum immer auch mit einem gewissen Kreuz verbunden. Es muss von der ständigen Bemühung begleitet sein, einander anzunehmen, das heisst, täglich neu einander zu vergeben. Tritt man einer Gemeinde bei, ohne vergeben lernen zu wollen und sich siebenmal siebzigmal vergeben zu lassen, so wird man sehr bald enttäuscht sein. Vgl. Matthäus 18,21-22.
Vergeben heisst, mich gerade auch denen zu öffnen, mit denen ich mich nicht allzu gut verstehe. Es heisst ihnen Raum in meinen Herzen zu geben. Deswegen ist es niemals einfach zu vergeben. Auch ich muss mich bekehren. Ich muss lernen, zu vergeben und noch einmal zu vergeben und immer wieder zu vergeben, jeden Tag neu. Um uns der Vergebung zu öffnen, brauche ich die Kraft des Heiligen Geistes.

Jean Vanier


Von nun an?
„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“ – dieses Sprichwort, das sich in den verschiedensten Ländern findet, entspringt nicht der frechen Weltklugheit eines Unverbesserlichen, sondern hier enthüllt sich tiefe christliche Einsicht. Wer an der Jahreswende nichts Besseres zu tun weiss, als sich ein Register begangener Schlechtigkeiten anzulegen und den Beschluss zu fassen, von nun an – wie viele solche „von nun an“ hat es schon gegeben! – mit besseren Vorsätzen anzufangen, der steckt noch mitten im Heidentum. Er meint, der gute Vorsatz mache schon den neuen Anfang. d.h. er meint, er könne von sich aus einfach einen neuen Anfang machen, wann er es gerade wolle. Und das ist eine böse Täuschung; einen neuen Anfang macht allein Gott mit dem Menschen, wenn es ihm gefällt, aber nicht der Mensch mit Gott. Einen neuen Anfang kann der Mensch darum überhaupt nicht machen, sondern er kann nur darum beten. Wo der Mensch bei sich selbst ist und aus sich heraus lebt, da ist immer nur das Alte, das Vergangene. Allein wo Gott ist, ist das Neue und der Anfang und Gott kann man nicht kommandieren, man kann um ihn nur beten. Aber beten kann der Mensch nur, wenn er begreift, dass er etwas nicht kann, dass er an seiner Grenze ist, dass ein anderer anfangen muss.

Dieterich Bonhoeffer



„Weltgeschichte und Heilsgeschichte“
Weihnachten – Stoff, aus dem die Träume sind? „Es begab sich aber zu der Zeit …“, so beginnt der Arzt Lukas, Schriftsteller und Historiker, nur einige Jahrzehnte nach der Geburt Jesu den Bericht, den seitdem alle Welt kennt. Schwarz auf weiß, vor fast zwei Jahrtausenden aufgeschrieben.
Märchen beginnen ganz anders: „Es war einmal …“ Doch Weihnachten ist Geschichte, keine Geschichten. Der Bericht der Bibel ist Historie, keine rührselige Legende. Diese Frohe Botschaft ist echtes Tatsachenevangelium. Weltgeschichte und Heilsgeschichte greifen ineinander. Als der König aller Könige das Licht der Welt erblickt, strahlt das römische Reich im Glanz des Kaisers Augustus.                       


Peter Hahne


 

„Gott wird einer von uns“
Er wird Mensch mit Haut und Haaren, sodass wir zwei Jahrtausende später singen können: „Holder Knabe mit lockigem Haar …“ Diese von Ahnungslosen belächelte Strophe des weltweit bekanntesten Weihnachtsliedes ist alles andere als rührseliger Kitsch. Diese Worte beschreiben das Wunder aller Wunder: Gottes Liebe bekommt in Jesus Hand und Fuss.

Gott wird Mensch, um mein alltägliches Leben zu verstehen. Ich wäre nie Christ geworden, wenn man mir von einem Gott erzählt hätte, der da oben im Himmel thront, Schäfchen zählt und uns armen Menschen da unten mit erhobenem Zeigefinger erhabene Ratschläge gibt. Komm erst mal in meine Haust, hätte ich gesagt, und mach das an Kummer, Sorge, Leid und Not durch, was Menschen auf diesem Erdball durchmachen müssen.

Aber das ist Weihnachten, Frohe Botschaft pur: Gott wurde Mensch, damit niemand mehr sagen kann, er sei weit von uns weg und wir ihm egal. Wir haben keinen Sonntagsgott. Er kommt in unseren Alltagstrott. Er ist auch dann noch bei uns, wenn Weihnachten längst vorbei ist. So stark ist sein Interesse an mir.

Peter Hahne


„Die Herablassung Gottes“
„Ich will so berühmt werden wie Gott“, erklärte die als „Pop-Ikone“ gefeierte Sängerin Madonna kurz vor Weihnachten 2000. Mit weniger scheint der Megastar nicht zufrieden zu sein. Eine Nummer kleiner reicht nicht. So ist der Mensch.

Gottes Mathematik ist anders. Er ist im Kleinsten am allergrössten. Wir möchten gerne hoch hinaus, er kommt tief hinab. Wir wollen Recht haben, Gott will lieb haben. Wir wollen Schlagzeilen, Gott will Spuren hinterlassen. Wir möchten strotzen vor Wissen und Wundern, Gott aber kommt zum Trost für die, die nichts mehr wissen und sich auch nicht mehr wundern können. Wir wollen Aufstieg, Gott wählt den Abstieg. Er kommt durch die Hintertür zur Welt. Die Herablassung Gottes zu uns Heruntergekommenen wird Weihnachten gefeiert, nicht das Emporkommen eines grossen Mannes.                                                    Peter Hahne


„Was wollt ihr?“

Lies Matthäus 20,29-34

„Herr, du Sohn Davids,, hab Erbarmen mit uns!“ Jesus blieb stehen und rief die beiden zu sich. „Was möchtet ihr von mir?“, fragte er. „Herr, antworteten sie, „wir möchten sehen können.“ Matthäus 20,31-33

Die Antwort der beiden Blinden auf die Frage Jesu scheint offensichtlich: „Herr, wir möchten gern sehen können.“ Aber hatten sie je zuvor darum gebeten? Oder hatten sie sich vor langer Zeit daran gewöhnt um Almosen zu bitten? Jesus will uns zum Grundlegenden, zum Wesentlichen hinführen: Was wollt ihr wirklich?

Was willst du?




„Sein Leben als Lösegeld für viele“
Lies Matthäus 20,20-28

„Wer unter euch gross werden will, soll den anderen dienen; wer unter euch der Erste sein will, soll zum Dienst an den anderen bereit sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele hinzugeben.“ Matthäus 20,26-28

Wir versuchen den Ruf und Respekt eines Jüngers zu erlangen, indem wir uns ein paar fromme Gewohnheiten und den richtigen Jargon zulegen. Jesus verlangt ein Leben, das einen Unterschied macht: ein Leben des Dienens und des Gebens.

Wie lebst du als Diener?



„Der Menschensohn wird ausgeliefert werden“
Lies Matthäus 20,17-19
„Wir gehen jetzt nach Jerusalem. Dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden. Man wir ihn zum Tode verurteilen und den Römern übergeben. Die werden ihn verspotten, auspeitschen und ans Kreuz schlagen. Aber drei Tage später wird er vom Tod auferstehen.“ Matthäus 20,18-19

Verbundensein mit Jesus bringt uns in Berührung mit Genesung, Erleichterung und Erquickung. Aber es bringt uns auch in Situationen des Verrats, der Demütigung und der Kreuzigung. Wenn wir dem christlichen Weg folgen wollen, müssen wir das eine so bereitwillig annehmen wie das andere.

Warum ist diese Ankündigung eine Überraschung?



„Der Letzte wird der Erste sein?“
Lies Matthäus 20,1-16

„Darf ich denn mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich so gütig bin? So wird es kommen, dass die Letzten die Ersten sind und die Ersten die Letzten.“ Matthäus 20,15-16

Christus managed die Welt nicht indem er uns konsultiert, uns um unsere Meinung fragt, wenn es darum geht was richtig und angemessen ist. So begehren wir immer mal wieder auf gegen seinen „Umgang“ mit uns. Doch viel von diesem Aufbegehren, verpackt als Sorge um Gerechtigkeit, ist nicht anderes als klein karierte Eifersucht.

Was stört dich an der Art und Weise wie Gott dein Leben lenkt?



„Wer kann dann gerettet werden?“
Lies Matthäus 19,23-30

„Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ich versichere euch: Für einen Reichen ist es schwer, in das Himmelreich zu kommen. Um es noch deutlicher zu sagen: Eher geht ein Kamel durch das Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Reich Gottes kommt.“ Matthäus 19,23-24

Wir müssen eine Wahl treffen zwischen dem Wunsch soviel zu besitzen wie möglich, um dadurch unseren „Wert“ zu beweisen, und dem Willen mit leichtem Gepäck zu reisen im Vertrauen darauf, dass wir von grosser Bedeutung sind nur schon deshalb, weil Gott uns liebt.

Wonach gierst du?


„Gib den Armen“
Lies Matthäus 19,16-22

„Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkaufe alles, was du hast und gib den Erlös den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Und dann komm und folge mir nach?“ Matthäus 19,21

Der junge Mann dachte er hätte das levitische Gebot, „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, erfüllt. Dabei kam ihm nie in den Sinn, dass sein Nachbar der Arme nebenan sein könnte, und dass Liebe etwas damit zu tun hat wie er sein Geld ausgibt.

Wer sind einige der unsichtbaren „Nachbarn“ in deinem Leben?



„Die Hände auflegen und für sie beten“
Lies Matthäus 19,13-15

„Da sagte Jesus: „Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn gerade für solche wie sie ist das Himmelreich.“ Und er legte den Kindern die Hände auf. Dann zog er weiter!“ Matthäus 19,14-15

Die Extreme der Existenz werden in Jesu Leben verbunden: er berührt Kinder, taucht ein in die sinnlichen und physischen Realitäten des Menschlichen; und er betet, hält fest an den unsichtbaren geistlichen Realitäten Gottes.

Trennst du das Physische und Geistliche?



„Wer es begreifen kann“
Lies Matthäus 19,10-12

„Da sagten die Jünger zu Jesus: „Wenn es zwischen Mann und Frau so steht, ist es besser, gar nicht zu heiraten!“ Er erwiderte: „Das ist etwas, was nicht alle begreifen können, sondern nur die, denen es von Gott gegeben ist. Manche sind nämlich von Geburt an zur Ehe unfähig, manche werden durch den Eingriff von Menschen dazu unfähig gemacht, und manche verzichten von sich aus auf die Ehe, um ganz für das Himmelreich da zu sein. Wer es begreifen kann, der möge es begreifen!“
Matthäus 19,10-12

Jesus zwingt niemandem einen schablonenhaften Lebensweg auf. Für eine hingegebene Jüngerschaft gibt es verschiedene Lebensmuster. Gott schenkt uns die Mittel und Möglichkeiten um die Ziele zu erreichen, die er mit uns vorgesehen hat.

In welche Lebensumstände hat er dich hineingestellt?


„Ist es erlaubt?“
Lies Matthäus 19,1-9

„Jesus entgegnete: „Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer am Anfang die Menschen als Mann und Frau erschuf und dass er gesagt hat: ‚Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die zwei werden ein Leib sein’? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern sie sind ein Leib. Darum: Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen.“ Matthäus 19,4-6

Manche Leute kommen zu Jesus und sagen: „Hilf mir, sei barmherzig mit mir.“ Jesus reagiert sofort und mit Erbarmen. Die Pharisäer, kommen und sagen: „Ist es erlaubt …?“ Sie sind nicht daran interessiert was Gott für sie tun kann, eher wollen sie wissen, was gerade noch zulässig ist. Das einzige, was sie von Jesus erhalten ist ein Zitat aus dem Alten Testament, das sie genauso gut auch selber hätten nachlesen können.

Welche Stelle hat Jesus zitiert?




„Wie oft?“
Lies Matthäus 18,21-35

„Da wandte sich Petrus an Jesus und fragte: „Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er immer wieder gegen mich sündigt? Siebenmal?“ – „Nein“, gab Jesus ihm zur Antwort, „nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal!“ Matthäus 18,21-22

Petrus wollte eine statistische Zahl; Jesus gab ihm stattdessen eine Story. Wir kalkulieren Vergebung nicht durch die gewährte Anzahl; wir leben sie aus in einer Welt der unkalkulierbaren Barmherzigkeit Gottes. Sorgfältige Buchhaltung ersetzt hier generöse Gnade.

Wem musst du vergeben?



„Zwei oder drei“
Lies Matthäus 18,15-20

„Und noch etwas sage ich euch: Wenn zwei von euch hier auf der Erde darin eins werden, um etwas zu bitten – was immer es auch sei -, dann wird es ihnen von meinem Vater im Himmel gegeben werden. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“ Matthäus 18,19-20


Es wäre vieles einfacher, wenn wir verletzende Leute ignorieren oder entsorgen könnten. Eine private Religion würde unserem Geschmack viel eher entsprechen. Aber unser Gott erlaubt das nicht: wir müssen seine Vergebung und Liebe lernen unter Menschen, denen wir vergeben und die wir versuchen zu lieben.

Wer ist an dir schuldig geworden?


„Einer von diesen gering Geachteten“
Lies Matthäus 18,10-14

„Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf der Bergweide zurück und macht sich auf den Weg, um das verirrte Schaf zu suchen?“ Matthäus 18,7

Gott ist nicht interessiert an Zahlenspielereien – selbst überwältigende 99 Prozent sind für ihn unbefriedigend. Er will jeden und jede. Er schreibt niemanden ab. Das sollte uns davon abhalten irgendjemand zu ignorieren, zu verachten oder zu vergessen, selbst den Geringsten. Gerade den Geringsten!

Wer sind „die Kleinen“ in deinem Leben?


„Reiss es aus“
Lies Matthäus 18,7-9

„Wehe der Welt wegen der Dinge, durch die Menschen zu Fall kommen! Es ist zwar unausweichlich, dass solche Dinge geschehen, doch wehe dem Menschen, der daran schuld ist!“ Matthäus 18,7

Jesus ist rücksichtslos untolerant mit jedem Wort und jeder Tat, die den Zugang zum Leben verzögert oder davon ablenkt. Dies sind harte Worte: verständlich sind sie nur, wenn wir realisieren, dass nichts weniger als alles – das ewige Leben – auf dem Spiel steht.

Was beeinträchtigt dein Glaubensleben?




„Wie die Kinder werden“
Lies Matthäus 18,1-6

 

„Ich versichere euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen. Darum: Wer sich selbst erniedrigt und wie dieses Kind wird, der ist der Größte im Himmelreich. Und wer solch ein Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.“ Matthäus 18,3-5

Jesus verlangt nichts von uns, was er nicht selber tat. Er ist in unsere Welt gekommen in kindlicher Form. Alle seine Gebote und Ratschläge hat er zuerst in seinem eigenen Leben umgesetzt. Wir sind wie Kinder, die vor dem Vater stehen in erwartungsvoller Ehrfurcht und freudigem Vertrauen.

Was kennzeichnet Kinder?



„Also sind die Söhne davon befreit“
Lies Matthäus 17,24-27

„Als er ins Haus kam fragte ihn Jesus: ‚Was meinst du, Simon, von wem erheben die Könige dieser Erde Zölle und Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leute?’ ‚Von den anderen Leuten’ erwiderte Petrus. Da sagte Jesus zu ihm: ‚Also sind die Söhne davon befreit’.“ Matthäus 17,25-26

Die Freiheit des Christen ist nicht von ökonomischen, politischen oder juristischen Faktoren abhängig. Sie beruht vielmehr auf einer Vater und Sohn (und Tochter) Beziehung. Diese Freiheit wird auch nicht erlangt durch menschliche Gewalt, sie ist das unscheinbare Resultat der Gnade Gottes.

Vergleiche das mit Galater 5,1


„Glauben wie ein Senfkorn“

Lies Matthäus 17,14-23

„Wenn euer Glaube nur so gross wäre wie ein Senfkorn, könntet ihr zu diesem Berg sagen: ‚Rücke von hier dorthin!’, und es würde geschehen. Nichts würde euch unmöglich sein!“ Matthäus 17,20

Das Weltsystem beruht auf Selbstverbesserung und Leistungssteigerung. Das Programm Jesu beruht auf Glauben und Gebet: Vertrauen und Anbetung. Wir versagen im Werk der Gnade und der Liebe wenn zu viel von uns und zu wenig von Gott im Mittelpunkt steht.

Was erscheint dir unmöglich zu erfüllen?




„Sprecht mit niemandem über die Erscheinung“
Lies Matthäus 17,9-13

„Während sie den Berg hinunterstiegen, sagte Jesus zu den drei Jüngern: „Sprecht mit niemand über das, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.“ Matthäus 17,9

Visionen dieser Art sind nicht zum weitererzählen. Zu schnell wird daraus Tratsch – sensationelle News zur Unterhaltung gelangweilter Leute. Solche Ereignisse sind kein Werbematerial für eine Welt, die stets nach dem Reiz des Unbekannten giert. Wenn Gott sich offenbart, dann zur Stärkung des Glaubens und zur Unterstützung der Leidenschaft.

Wie war Johannes der Täufer dem Elia ähnlich?



„Vor ihnen verwandelt“

Lies Matthäus 17,1-8

„Dort veränderte sich vor ihren Augen sein Aussehen. Sein Gesicht begann zu leuchten wie die Sonne, und seine Kleider wurden strahlend weiss wie das Licht. Auf einmal erschienen Mose und Elia; die Jünger sahen, wie die beiden mit Jesus redeten.“ Matthäus 17,2-3

Weil er so zugänglich ist für uns, stehen wir konstant in der Gefahr Jesus auf einen locker-vom-Hocker-Kumpel zu reduzieren. Aber es gibt eine furchteinflössende Majestät in ihm, nur selten wahrnehmbar für uns. In solchen Momenten ist es undenkbar ihn als kosmischen Kollegen zu behandeln, angemessener ist es auf die Knie zu fallen und anzubeten.

Was hältst du vom Vorschlag des Petrus im vierten Vers?




„Wenn jemand mein Jünger sein will“
Lies Matthäus 16,21-28

„Wenn jemand mein Jünger sein will, muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.“ Matthäus 16,24-25

Wir wollen Jesus nachfolgen, aber wie Petrus wollen wir Jesus gleichzeitig sagen wohin der Weg gehen soll. Er braucht unseren Rat nicht; er braucht unseren treuen Dienst. Jüngerschaft heisst, lernen wie man auf Christus hört – nicht umgekehrt.

Was ist die die steilste Herausforderung der Nachfolge?



„Du bist der Messias“
Lies Matthäus 16,13-20

„Und ihr“, fragte er, „für wen haltet ihr mich?“ Simon Petrus antwortete:  „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Darauf sagte Jesus zu ihm: „Glücklich bist du zu preisen, Simon, Sohn des Jona; denn nicht menschliche Klugheit hat dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Deshalb sage ich dir jetzt: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen, und das Totenreich mit seiner ganzen Macht wird nicht stärker sein als sie.“ Matthäus 16,15-18



Zur selben Zeit da Petrus bekennt, dass Jesus der Christus ist, nennt Jesus Petrus den Fels, auf dem er seine Gemeinde bauen wird. In dem Moment wo wir Christus zur Mitte unseres Lebens machen, macht er uns zu Fundamentsteinen für den Bau seines lebendigen Tempels in dieser Welt.

Bist du in deinem Leben an den Punkt gekommen, wo du dich Christus vorbehaltlos hingegeben hast?



„Der Sauerteig der Pharisäer“
Lies Matthäus 16,1-12

„Warum versteht ihr denn nicht, dass ich von etwas anderem als von Brot geredet habe? Vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer sollt ihr euch hüten!“ Da begriffen die Jünger, dass er nicht gemeint hatte, sie sollten sich vor dem Sauerteig hüten, den man zum Brotbacken verwendet, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.“ Matthäus 16,11-12

Die Pharisäer wollten einen Jesus, der sie mit Zeichen und Wunder blendet und begeistert; Jesus ist lediglich interessiert ein Leben mit Gott zu vermitteln, das sie in ein Glaubensvolk verändert, das ihn ehrt.

Woran bist du interessiert?



   

„Genug Brot in der Wüste“

Lies Matthäus 15,32-39

„Er nahm die sieben Brote und die Fische und dankte Gott dafür. Dann zerteilte er die Brote und die Fische und gab sie den Jüngern, und die Jünger verteilten sie an die Menge. Und alle aßen und wurden satt.“ Matthäus 15,36-37

Mahlzeiten sind eine der bevorzugten Gelegenheiten des Dienstes für Jesus. Hier wird ein ganz banales Picknick, durch die Worte und das Wirken Jesu, zu einem messianischen Bankett. Die Bedürfnisse welche Nahrung für unseren Körper erfüllen, erfüllt Christus in unserem Leben.

Vergleiche diese Begebenheit mit einer früheren Mahlzeit in Matthäus 14,13-21.



„Hab Erbarmen mit mir“
Lies Matthäus 15,21-31

„Da kam die Frau näher, warf sich vor Jesus nieder und bat: „Herr, hilf mir!“ Jesus wehrte ab: „Es ist nicht recht, den Kindern das Brot wegzunehmen und es den Hunden vorzuwerfen.“ „Das stimmt, Herr“, erwiderte sie, „aber immerhin fressen die Hunde die Brotkrumen, die vom Tisch ihrer Herren herunterfallen.“ Matthäus 15,25-27

Diese beeindruckende kananäische Frau, mit ihrer mutigen Schlichtheit und ihrer hartnäckigen Direktheit, reagiert ohne jede Arglist. Sie lehrt uns, wie wir Christus um das bitten sollen, was wir brauchen. Zu oft reden wir fromm um den Brei herum, eher als dass wir uns einfach auf die Barmherzigkeit unseres Gottes berufen.

Was hast du für einen Eindruck vom Verhalten der Jünger in dieser Story?


Auferstehung

Die Begegnung mit dem Auferstandenen hat das Denkgebäude der Jünger völlig umgestoßen. Sie konnten nicht begreifen, was da geschehen war. So versuchten sie von der Bibel her zu deuten, was Gott an Jesus, dem Gekreuzigten, getan hat. Lukas zieht zur Erklärung der Auferstehung Jesu Psalm 16 heran, den der als Verheißung Jesu versteht: „Denn du wirst deinen Heiligen nicht im Grab verwesen lassen und wirst nicht dulden, dass dein Gottesfürchtiger im Grab verwest.“ Psalm 16,10.

Er ist in der Tat nicht im Tod geblieben. Er lebt jetzt in der Herrlichkeit Gottes. Er sitzt zur Rechten Gottes. Den die Menschen ans Kreuz geschlagen haben, den hat Gott zum Herrn über die ganze Welt gemacht. Darin liegt die Umwertung aller Werte. Darin liegt für uns die Hoffnung, dass auch für uns alle Not und alles Zerbrechen umgewandelt werden kann, dass auch unser Leben letztlich gelingen und im Tod einmünden wird in die Herrlichkeit Gottes.

Wo begegnest du dem Auferstandenen?
Ist er schon einmal in die Nacht deiner Vergeblichkeit eingetreten?



„Erkläre das Gleichnis“
Lies Matthäus 15,15-20

„Selbst ihr habt es immer noch nicht begriffen?“ fragte Jesus. „Versteht ihr denn nicht, dass alles, was ein Mensch isst, zuerst verdaut und dann ausgeschieden wird? Aber böse Worte kommen aus einem bösen Herzen, und sie beschmutzen den Menschen, der sie ausspricht.“ Matthäus 15,16-18

Wir sind stetig bemüht Religion in etwas zu verwandeln, das wir kontrollieren können, etwas, das demonstriert wie geistlich wir sind. Wir streben nach einem Regelwerk und sauber arrangierten Traditionen. Jesus jedoch ist stets bemüht unser Herz zu erforschen, unsere Motive aufzudecken. Die eigenen Beweggründe und Gedanken stehen im Mittelpunkt unserer Beziehung zu Gott.
Welchen Traditionen hängst du an, die als wertlos einzustufen sind?



„Vorschriften der Vorfahren“

Lies Matthäus 15,1-14

Ihr Heuchler! Was Jesaja prophezeit hat, trifft genau auf euch zu: ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit von mir entfernt. Ihr ganzer Gottesdienst ist wertlos, denn ihre Lehren sind nichts als Gebote von Menschen.’ Matthäus 15,7-9


Traditionen sind nützlich. Sie sind in gleicher Weise nützlich wie die Rinde eines Baumes nützlich ist, um das Innenleben des Baumes zu schützen. Sie bewahren die Wahrheit, aber sie sind nicht die Wahrheit. Alle Wahrheit muss persönlich ausgelebt werden – von innen nach außen.

Wieso sind Traditionen gefährlich?




„Der Saum seines Gewandes“
Lies Matthäus 14,34-36

Als die Menschen dieser Gegend Jesus erkannten, verbreitete sich dies sofort in der ganzen Umgebung. Schon bald brachten die Leute alle ihre Kranken zu ihm. , damit er sie heilte. Die Kranken baten ihn, auch nur den Saum seiner Kleidung berühren zu dürfen. Und alle, die ihn berührten, wurden gesund. Matthäus 15,35-36

Die schlimme Einsamkeit der Kranken zeigt sich in ihrem Bedürfnis Jesus zu berühren. Seine Bereitschaft sich berühren zu lassen, auf Tuchfühlung zu gehen mit Menschen in Bedrängnis, zeigt, dass er sein ganzes Wesen, seinen Körper und seinen Geist, jenen verfügbar machte, die sich nach Ganzheit sehnten.

Was brauchst du von Gott?

„Herr, hilf mir!“
Lies Matthäus 14,28-33

„“Kommt her!“ antwortete Jesus. Petrus stieg aus dem Boot und ging Jesus auf dem Wasser entgegen. Als er aber die hohen Wellen sah, erschrak Petrus, und im selben Augenblick begann er zu sinken. „Herr, hilf mir!“ schrie er. Matthäus 15,29-30

Petrus geht von dreister, ungeschulter Begeisterung, zu lähmendem Zweifel, zu ehrfürchtiger Anbetung. Wir erleben oft ähnliches, wir müssen vor Überheblichkeit bewahrt und vor lähmendem Zweifel erlöst werden. Anbetung nicht die Anmaßung auf Wasser zu gehen, ist wozu wir geschaffen wurden.

In welcher Hinsicht bist du Petrus ähnlich?


„Hab keine Angst“
Lies Matthäus 14,22-27

„Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!“ Matthäus 14,26-27

Während die Jünger sich abmühten im Boot, war Jesus allein auf einem Berg um zu beten. Ihre Anstrengung brachte den Jüngern nichts; Jesus, gestärkt von den Stunden der Gemeinschaft mit dem Vater, gibt ihnen was sie brauchen.

Welches war eine der bedrohlichsten Zeiten deines Lebens?

„Die fünf Brote und die zwei Fische“
Lies Matthäus 14,1-21

„Er forderte die Leute auf, sich im Gras zu lagern. Er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf und dankte Gott. Dann teilte er das Brot, und die Jünger gaben es an die Menge weiter. Jeder ass sich satt ….“ Matthäus 14,19-20

Ein grosse Gruppe hungriger Familien wird verändert in eine wohlgenährte Gemeinde durch das vierfache Vorgehen Jesu: er nahm, er dankte, er teilte und er gab. Diese vier Schritte werden heute noch wiederholt. Heute noch wird unsere Bedürftigkeit in Sättigung verwandelt wo immer Menschen sich in Christi Namen treffen.

Wie setzt sich dieses Wunder in deinem eigenen Leben fort?





„Ausser in seiner Heimatstadt“
Lies Matthäus 13,54-58

„Da sagte Jesus: „Ein Prophet wird überall verehrt, ausser in seiner Heimatstadt und in seiner eigenen Familie.“ Und er tat dort nur wenige Wunder, weil sie nicht glaubten.“ Matthäus 13,57-58

Das trifft bei uns genauso zu. Wir domestizieren Jesus. Wie bilden uns ein alles über ihn zu wissen – was er tun kann und was nicht. Wir haben seine Person und seine Handlungsweise definiert und etikettiert. Unser Kopfwissen wird zum Ersatz für das real-praktische Vertrauen in ihn.
Wo lenkt deine Kenntnis von Jesu dich ab vom Geheimnis seiner Göttlichkeit?



„Jünger des Königreichs“
Lies Matthäus 13,51-53

„Jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Königreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt.“ Matthäus 13,52

Die Mischung von alt und neu ist das, was Jesu so gut gelingt, und was er auch uns beibringen möchte. Das Evangelium ist nicht auf antike Geschichte oder moderne Probleme ausgerichtet, viel mehr befähigt es unterschiedliche Schätze des Königreichs für Gottes Erlösungsplan einzusetzen.
Wo bist du als Jünger am wachsen?



„Die Gottlosen trennen“
Lies Matthäus 13,47-50

„Genauso wird es auch am Ende der Welt sein. Die Engel werden kommen und die gottlosen Menschen von den Gläubigen trennen.“
Matthäus 13,49

Benoten, beurteilen, richten, entscheiden nach relativen Kriterien – das ist Teil unseres alltäglichen Lebens. Aber wir sind nicht objektiv. Und wir haben keinen Durchblick. Überlass das den Engeln. Das Gleichnis betont die Realität des Gerichts, gleichzeitig wird gesagt, dass wir dabei keinen Anteil haben.

Wen bist du versucht zu verurteilen?


„Alles“

Lies Matthäus 13,44-46

„Das Himmelreich ist wie ein Schatz, den ein Mann in einem Feld verborgen fand. In seiner Aufregung versteckte er ihn wieder und verkaufte alles, was er besaß, um genug Geld zu beschaffen, damit er das Feld kaufen konnte – und mit ihm den Schatz zu erwerben! Das Himmelreich ist auch vergleichbar mit einem Perlenhändler, der nach kostbaren Perlen Ausschau hielt. Als er eine Perle von großem Wert entdeckte, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte die Perle!
Matthäus 13,44-46


Die beiden Gleichnissen verbindet ein gemeinsamer Nenner: Das Schlüsselwort „alles“. Es darf keine Ausflucht, kein Zögern, kein kalkulieren und kein Eigennutz geben, wenn es um das neue Leben in Christus geht. Alles, was wir haben, wird eingetauscht für alles, was Gott uns bietet.

Was ist für dich mit eingeschlossen in dem Wort „alles“?



„Die Vollendung des Zeitalters“

Lies Matthäus 13,34-43

„Genauso wie das Unkraut aussortiert und verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein. Der Menschensohn wird seine Engel schicken, und sie werden aus seinem Reich alles entfernen, was zur Sünde verleitet, und alle Menschen, die böses tun. Und sie werden sie in den Ofen werfen und verbrennen.“
Matthäus 13,40-42


Wir leben in einer antihistorischen Zeit. Es scheint als ob wir alle von Amnesie geplagt wären. Wir sind völlig untergetaucht im Gegenwärtigen. Beides, Vergangenheit und Zukunft interessiert kaum. Instruiert durch den Sohn Gottes beginnen wir die Vergangenheit als unsere eigene Geschichte zu begreifen, und erwarten die Zukunft als seine Verheisssung. Wir werden dankbar und entwickeln Hoffnung.            Worauf hoffst du?



„Fürchtet euch nicht“

„Die größte Story aller Zeiten hat leider jemand anders geschrieben…“ Mit dieser Grossanzeige warb eine Autofirma in einem Medienmagazin. Der Text stand unter einem Gemälde, das Maria, Josef, die Hirten und das Christuskind in der Krippe zeigt. Es war der Weihnachtsgruss der Firma an Journalisten und Medienleute.

Die „Story von Bethlehem“ ist von nichts und niemandem zu toppen. Sie ist von Gott geschrieben. Das Licht von Bethlehem stellt jede andere Nachricht in den Schatten. „Fürchtet euch nicht … denn euch ist heute der Heiland geboren.“ Lukas 2,10-11)


Das ist Nachricht im wahrsten Wortsinn. Etwas, nach dem man sich richten kann. Etwas zum Ausrichten, zum Massnehmen für unsere Lebensorientierung. Zum Aufrichten, wenn Niederlagen uns niederlegen wollen. Und zum Einrichten, denn der Heiland holt Heimatlose nach Hause. Er will uns nicht abschreiben, er will uns ins Lebensbuch einschreiben.

Peter Hahne



„Wie ein Senfkorn“
Lies Matthäus 13,31-32

„Es ist ein winziger Same, aber wenn er aufgeht und wächst, wird er zu einer grossen Pflanze, ja zu einem Baum, in dem die Vögel nisten können.“
Matthäus 13,32

Unsere Rechtfertigung für gleichgültiges Verhalten ist oft die, dass wir meinen unwichtig zu sein. Das Gleichnis Jesu vom Senfkorn und vom Sauerteig widerlegt diesen falschen Eindruck. Es sind die unbeachteten, unsichtbaren Impulse, die Christus in uns auslöst, die zu blühenden Landschaften für sein Reich werden.

Welchen kleinen, unscheinbaren Gehorsam kannst du heute umsetzen?


„Unkraut“
Lies Matthäus 13,24-30

„Lasst beides bis zur Zeit der Ernte wachsen. Dann will ich den Erntehelfern sagen, dass sie das Unkraut heraussammeln und verbrennen sollen. Den Weizen aber sollen sie in die Scheune bringen.“ Matthäus 13,30

Der Menschensohn ist furchtlos im Umgang mit dem Bösen. Dem Wort Gottes als Saatgut gibt er keinen Treibhausschutz. Er ist zuversichtlich, dass guter Same eine weit bessere Überlebenskraft besitzt als Unkraut.
Welche Unkräuter gibt es in deinem Leben?



„Er bringt dann Frucht“
Lies Matthäus 13,18-23

„Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreissigfach.“

Jeder Aspekt des Lebens gewinnt an Bedeutung durch das Wort, das Christus an uns richtet. Wir begreifen unsere leeren, dürren Stunden als fehlendes reagieren auf Christus, und wir begreifen unsere erfüllten, fruchtbaren Stunden als Folge seines wirkenden Wortes in uns.
Welchen Teil des Gleichnisses lebst du heute aus?



“Wieso … in Gleichnissen?“
Lies Matthäus 13,10-17

„Wohl euch, die ihr mit euren Augen seht und mit euren Ohren hört! Wahrhaftig, schon viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt, zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.“

Das Gleichnis ist ein Werkzeug zum entscheiden, nicht eines zum debattieren. Für jene, die über Gott diskutieren wollen, ist das Gleichnis trüb und undurchsichtig. Für jene, die sehen, hören und bitten, wird das Gleichnis ein Trittstein auf dem Weg zum Glaubenswachstum.
Wieso magst du Gleichnisse?


„Hören“
Lies Matthäus 13,1-9

„Deshalb stieg er in ein Boot und redete zu ihnen in Gleichnissen. Die Leute bleiben am Ufer stehen und hörten zu. „Ein Bauer säte Getreide.“

Matthäus, Markus und Lukas bringen dieses Gleichnis übereinstimmend als das Erste in einer Reihe solcher Storys. Jedes Wort, das Gott zu uns spricht ist Saatgut. Wir sollen es nicht beiläufig behandeln, mit unverbindlicher Sachlichkeit damit umgehen, oder durch die Worte anderer in Vergessenheit verdrängen.
Was für ein Saatboden bist du?


„Meine Mutter und meine Brüder“
Lies Matthäus 12,46-50

„Und er zeigte auf seine Jünger und sagte: „Diese Leute sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt, ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter!“

Niemand wird in eine tiefe Beziehung zu Christus hineingeboren. Das wäre Anmaßung. Aber jeder von uns hat Zugang zu einem tief verbundenen Leben mit ihm – ein Leben wie das einer Mutter, oder eines Bruders oder einer Schwester. Niemand bleibt ausgeschlossen durch irgendwelche Umstände; jeder hat Zugang durch einen Akt des Glaubens.
Wie würdest du deine Beziehung zu Christus beschreiben?



„Schlimmer dran als vorher“
Lies Matthäus 12,43-45
„… und es steht um jenen Menschen am Ende schlimmer als zuvor. So wird es auch diesem bösen Geschlecht ergehen.“

Das Ziel des christlichen Weges ist nicht menschliche Reinheit, sondern Gott zugewandte Gemeinschaft. Unsere Aufgabe besteht nicht darin, das Haus zu wischen und zu verschönern, damit kein Pünktchen Staub mehr zu finden ist, sondern unsern Herrn einzuladen, dass er mit uns wohnt und das Haus erfüllt
mit dem Lachen der Vergebung und dem Gespräch der Gnade.
Wie wendest du diesen Vers auf dein Leben an?


„Das Zeichen des Propheten Jona“
Lies Matthäus 12,38-42

„Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein.“

Hinweise auf Gottes Gegenwart und sein Wirken finden wir in grosser Zahl und überall. Sehen wir diese Spuren nicht, so liegt das daran, dass wir nach den falschen Dingen Ausschau halten – nach Wunder und Spektakel, statt nach Gnade und Auferstehung. Nach welchen Zeichen suchst du?


„Wovon das Herz voll ist“
Lies Matthäus 12,34-35

„Wie könnt ihr Gutes reden, wo ihr doch böse seid! Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund. Ein Guter Mensch bringt Gutes hervor, weil er im innersten gut ist. Ein schlechter Mensch kann nur Böses hervorbringen, weil er von Grund auf böse ist.“

„Ich habe es nicht wirklich gemeint.“ Die Rechtfertigung kennen wir, aber sie ist nicht akzeptabel. Jedes Wort zeigt, was im Herzen bereits vorhanden ist. Was immer sich in unserem Innersten anhäuft, gut oder schlecht, es schwappt über in die Äußerungen, die über unsere Lippen kommen.
Was offenbaren deine Worte über dein Herz?



„Er hat seine Macht von Satan“
Lies Matthäus 12,15-32

„Wenn ich meine Macht vom Herrscher über alle Dämonen habe, was ist denn mit euren eigenen Leuten? Sie treiben doch auch böse Geister aus. Sie werden euch nach euren eigenen Worten richten. Wenn ich aber die Dämonen mit dem Geist Gottes austreibe, dann ist das Reich Gottes zu euch gekommen.“

Wir sind schnell bereit mit einer Erklärung, die Gott aus der schwierigen Realität eliminiert – alles ist uns recht, um die Liebe Christi nicht zu nahe an die heiklen Punkte unseres Lebens ranzulassen. Unsere Welt ist voll von entlarvenden, zynischen Erklärungen, die Gottes Wirken im Krisenmodus zu banalisieren suchen.
Wieso war Jesus so vehement in seiner Reaktion?


„… um ihn zu töten“
Lies Matthäus 12,9-14

„Dann forderte er den Mann auf: „Strecke deine Hand aus!“ Der Mann gehorchte, und seine Hand war gesund. Nach diesem Ereignis berieten die Pharisäer, was sie tun könnten, um Jesus zu töten.“

Viele Leute haben gerade genug Religion inhaliert, um Hassgefühle zu schüren, aber nicht genug um Mitleid zu wecken. Matthäus 12 liefert ein Beispiel von Menschen, die den Sohn Gottes hassten. Die Liste geplanter und begangener Vergehen gegen ihn ist lang.
Was war das Motiv der Pharisäer? Wieso hatten sie sich gegen ihn verschworen?



„Herr über den Sabbat“
Lies Matthäus 12,1-8

„Wenn ihr begriffen hättet, was das heisst. Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt; denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.“

Jesus legt das Schwergewicht auf das Persönliche. Er lässt sich nicht beeindrucken vom Gewirr der Gesetze und Gebräuche, die wir angehäuft haben. Der Sohn Gottes sieht das Wesentliche, die Kernwahrheit. Jesus ist voll von erfrischender Vernunft.
Um den Hintergrund zu verstehen, lies 1. Samuel 21,1-7



„Komm zu mir“
Lies Matthäus 11,28-30

„Kommt zu mir, all ihr Geplagten und Beladenen: Ich will euch erquicken. Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.“

Der Tag ist gefüllt von Gelegenheiten. Die Worte Jesu möchten uns aus einer schläfrigen Scheuheit herausholen. Uns wird nicht gesagt, wir sollen die Welt erobern. Vielmehr ruft er uns in eine Jochgemeinschaft mit sich selbst. Er verlangt von uns nichts, ohne die Verheissung dass er es mit uns tut. Wir sind nicht so sehr ausgesandte, als miteingeladene.
Wie wirkt sich das Joch Jesu in deinem Leben aus?


„Enthüllt“
Lies Matthäus 11,25-27

„Mein Vater, Herr über Himmel und Erde. Ich danke dir, dass du die Wahrheit vor denen verbirgst, die sich für klug halten; aber den Unwissenden hast du sie enthüllt.“

Gott offenbart sich; er versteckt sich nicht. Er lässt uns gerne einen Blick werfen auf seine Pläne und Vorhaben; er veralbert uns nicht mit neckischen Andeutungen. Das Evangelium beinhaltet auch ein Mysterium, das stimmt, aber es ist das Geheimnis des Lichtes, nicht der Finsternis. Die frohe Botschaft enthält mehr Realität als wir verkraften können, es werden uns keine obskuren Geheimnisse vorenthalten.
Was ist die wichtigste Wahrheit, die dir klar geworden ist?



„Wehe euch!“
Lies Matthäus 11,20-24
„Wehe euch, ihr Einwohner von Chorazin und Bethsaida! Wenn die Wunder, die ich bei euch getan habe, in den lasterhaften Hafenstädten Tyrus oder Sidon geschehen wären, ihre Einwohner hätten längst ihre Schuld erkannt und ihr Leben geändert. Am Tage des Gerichts wird es Tyrus und Sidon besser ergehen als euch!“

Wir können uns jederzeit umschauen um Leute zu finden, die mehr Laster haben als wir. Das beruhigt und vermittelt ein gutes Gefühl. Der Vergleich ist die Mutter der Rechtfertigung. Gott jedoch beurteilt seine Kinder nicht auf der Kurve. Sein Urteil über uns hat nichts zu tun mit dem Vergleich von andern – es hat alles zu tun mit unserer Reaktion auf Gott.
Wieso ist Sodom berühmt geworden?



„Diese Generation“
Lies Matthäus 11,16-19

„Johannes fastete oft und trank keinen Wein. Da habt ihr gesagt: ‚Der ist ja von einem bösen Geist besessen!’ Nun ist der Menschensohn gekommen, isst und trinkt wie jeder andere, und ihr beschuldigt ihn: ‚Er isst unmässig und trinkt wie ein Säufer; und zwielichtige Gestalten sind seine Freunde.’ Doch wie recht die Weisheit Gottes hat, erweist sich in dem, was sie bewirkt.“

Jede Generation will, dass Gott zu ihrer Melodie tanzt. Und jede Generation beschwert sich, dass Gott ihre Erwartungen nicht erfüllt, ähnlich wie gelangweilte kleine Kinder, die jammern. Es ist jedoch Gott, der Forderungen an uns stellt, nicht wir an ihn. Es ist Gott, der uns in seine Pläne miteinschliesst, nicht umgekehrt.

Was war der Unterschied zwischen Johannes und Jesus?


„Sie hindern andere daran“

Lies Matthäus 11,12-15

„Wer Ohren hat zu hören, der höre.“


Intensives zuhören wird von uns erwartet, nicht bloss religiöses debattieren oder theologisches spekulieren. Die geistliche Gefahr, die uns bedroht ist geistliche Lässigkeit oder Schnodderigkeit, die das Wort Gottes ähnlich behandelt wie die Tageszeitung. Echter Glaube ist bewegt und nimmt ernst.

Wieso wird Johannes mit Elia verglichen?


  „Was wolltet ihr sehen?“
Lies Matthäus 11,7-11

„Das eine versichere ich euch: Von allen Menschen, die je geboren wurden, ist keiner bedeutender als Johannes der Täufer. Trotzdem werden die Geringsten im Reich Gottes grösser sein als er.“

Sind wir Touristen auf religiöser Sightseeingtour mit Fotoapparat und Kamera? Reduzieren wir den Mann Gottes auf eine Sehenswürdigkeit? Das Evangelium ist kein Zuschauersport, kein Shoppingtrip. Gottes Herrschaft hat bereits begonnen. Die Teilnahme des Geringsten, nicht der Ruhm des Prominenten ist entscheidend.
Wieso war Johannes wichtig?


„Müssen wir warten?“
Lies Matthäus 11,1-6

„Geht zu Johannes zurück und erzählt ihm, was ihr miterlebt habt: Blinde sehen, Gelähmte gehen, Leprakranke werden geheilt. Taube hören, Tote werden wieder lebendig, und den Armen wird die frohe Botschaft verkündet: Glücklich ist jeder, der nicht an mir zweifelt.“

Jesus kriegt keinen fulminanten Applaus für das, was er tut, nicht jeder wird von ihm unwiderstehlich mit der Wahrheit überwältigt. Selbst Johannes, der Wegbereiter für den Sohn Gottes, hat seine Zweifel. Gott ist in Christus nicht zu uns gekommen, um unsere Erwartungen zu erfüllen, sondern um uns von unseren Sünden zu befreien.
Warum zweifelte Johannes an Jesus – was denkst du?


„Ein Glas kaltes Wasser“
Lies Matthäus 10,40-42
  
                                                                               
„Und wer dem geringsten meiner Nachfolger auch nur ein Glas Wasser reicht, darf sicher sein, dafür belohnt zu werden.“

Unsere Annahme von anderen oder unser Dienst für sie muss sich nicht quälen über der Frage wer würdig ist und was Priorität hat: Christus ist gegenwärtig in jeder Begegnung an jedem Ort. Unsere Taten der Barmherzigkeit, des Zeugnisses und der Fürsorge sind verlinkt und erfüllt in seinen.
Wer sind einige der „Geringen“ in deinem Leben?


„Nicht würdig?“

Lies Matthäus 10,33-39

„Wer sich weigert, sein Kreuz auf sich zu nehmen und mir nachzufolgen, ist es nicht wert, zu mir zu gehören. Wer an seinem Leben hängt, wird es verlieren; aber wer es für mich aufgibt, wird es finden.“

Gewöhnlich vermeiden wir Konflikte und Auseinandersetzungen die Entscheide verlangen zwischen dem Guten und dem Besten, zwischen dem Zweckmässigen und dem Hervorragenden. Wir versinken im Sumpf der Bequemlichkeit, der Sicherheit und der Selbstzufriedenheit. Die Folge davon ist ein Mischmasch von Gewohnheiten, die fälschlich als Gemeinschaft oder gar „Gemeinde“ bezeichnet wird.
„Sein Kreuz auf sich zu nehmen“, was heisst das für dich?



„Ihr seid Gott mehr wert“
Matthäus 10,26-32

„Welchen Wert hat schon ein Spatz auf dem Dach! Trotzdem fällt keiner tot zur Erde, wenn es euer Vater nicht will … Darum habt keine Angst! Ihr seid Gott mehr wert als ein ganzer Spatzenschwarm.“ Matthäus 10,29,31

Im Reich Christi ist keiner bloß ein Illustrationsobjekt oder ein Fallbeispiel in einer Abhandlung. Wir werden nicht behandelt als Instrumentarium für irgendetwas; wir werden, jeder von uns, geschätzt für das, wer wir sind.
Wie oft erscheint das Wort „Angst“ in Matthäus 10,26-32?



„Wieviel mehr?“
Lies Matthäus 10,24-25

„Ein Schüler steht nicht über seinem Lehrer. Ein Diener steht nicht über seinem Herrn. Der Schüler teilt das Schicksal seines Lehrers und der Diener das seines Herrn.“
Wir akzeptieren es zu leiden für Dinge, die wir selbst verschuldet haben; geraten wir unter Druck, wenn wir den rechten Weg gegangen sind, so lehnen wir uns auf. Genau das ist es jedoch, worauf wir uns einlassen als Nachfolger Christi – falsch verstanden und abgelehnt zu werden auf dem Weg des Guten.

In welcher Hinsicht wirst du von andern missverstanden?


„Bevor der Menschensohn kommt“
Lies Matthäus 10,16-23
„Der Bruder wird seinen Bruder verraten, Väter werden ihre Kinder verraten, und Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie dem Tod ausliefern. Ja, alle werden euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt. Aber wer bis zum Ende durchhält, wird gerettet werden.“

Wir leben, geistlich und moralisch gesehen, auf feindlichem Territorium. Das sollen wir uns realistisch vor Augen halten. Was wir vermeiden wollen ist die Neigung hinter jede problematische Erfahrung eine Weltuntergangs-Endung zu schreiben. Familienkonflikte, soziale Unruhen, Gemeindespannungen sind nicht das Ende. Christus ist das Ende. Welche Feindseligkeiten erfährst du im Moment?
 

 

„Schüttelt den Staub ab“
Lies Matthäus 10,11-15

„Wenn ihr in ein Haus eingeladen werdet, dann segnet dieses Haus. Wenn sich das Haus als würdig erweist, dann ruht euer Segen weiterhin darauf; andernfalls kehrt der Segen wieder zu euch zurück. Wenn ihr in einem Dorf nicht willkommen seid und man euch nicht zuhören will, dann geht fort und schüttelt den Staub von euren Füssen.“

Christlicher Dienst hat nichts zu tun mit Schmeichelei. Unser Leben und Dienstmotiv darf sich nicht primär daran orientieren von Menschen gemocht zu werden. Wo das der Fall ist, werden wir zu Knechten der neurotischen Bedürfnisse anderer, eher als dass wir Zeugen der gesunden Verheissungen Gottes sind.
Wie fühlst du dich, wenn dein Zeugnis abgelehnt wird?


"Gib ohne dafür etwas zu verlangen“

Lies Matthäus 10,1-10

„Geht und verkündet ihnen, dass das Himmelreich unmittelbar bevorsteht. Macht die Kranken gesund, erweckt die Toten zum Leben, heilt die Aussätzigen und treibt Böse Geister aus. Teilt eure Gaben genauso grosszügig aus, wie ihr sie geschenkt bekommen hat!“

Wir empfangen den Dienst Christi nicht nur, wir teilen ihn auch. Jeder Christ ist eine Verbindung der Gnade, eine Kreuzung im Verkehr der Vergebung. Alle vitale Energie der Freude (bezeugen), der Intelligenz (instruieren), der Gesundheit (betreuen) wirkt sich aus auf die Menschen in unserem Umfeld.
Zu welcher Form des Dienstes hat Gott dich begabt?



„Die Ernte ist gross“
Lies Matthäus 9,32-38

„Als er die vielen Menschen sah, die ihm nachliefen, hatte er grosses Mitleid mit ihnen. Sie waren hilflos und verängstigt, ohne Ziel und ohne Hoffnung. Sie waren wie Schafe ohne ihren Hirten. ‚Die Ernte ist so gross, aber es gibt nur wenige Arbeiter’, sagte Jesus zu seinen Jüngern. ‚Bittet darum den Herrn, dass er noch mehr Arbeiter schickt, die seine Ernte einbringen?’“

Bis zu diesem Punkt im Bericht lag die Betonung beim Dienst den Jesus ausübte. Nun folgt ein Übergang – Jesus ruft andere auf, um am Werk des Erbarmens teilzunehmen. Jesus hilft uns nicht nur, er hilft uns anderen zu helfen.
Wo siehst du eine reiche Ernte?



„Zwei Blinde“
Lies Matthäus 9,27-31

„Da berührte er ihre Augen und sagte: ‚Was ihr mir zutraut, das soll sich erfüllen.’ Sofort konnten sie sehen. Jesus aber befahl ihnen: ‚Niemand darf von eurer Heilung erfahren.’ Trotzdem gingen sie in die Stadt und erzählten überall von Jesus.“

Die zwei blinden Männer stehen als Typus für viele: sie sind Nutzniesser der Gemeinschaft mit Jesus, aber sie ignorieren unbekümmert seine Instruktionen. Solange sie Hilfe brauchen sind sie eifrig und aufmerksam, sobald sie haben, was sie wollten, missachten sie Jesus völlig.
Wieso ignorierten die beiden Geheilten den Auftrag Jesu zu schweigen? hm



„Tochter“
Lies Matthäus 9,18-26

„Als Jesus noch mit ihnen redete, kam ein Vorsteher der jüdischen Gemeinde zu ihm, warf sich vor ihm nieder und sagte: „Meine Tochter ist gerade gestorben. Aber du kannst sie wieder lebendig machen. Komm doch und lege deine Hände auf sie!“ Während Jesus mit seien Jüngern zum Haus des Mannes ging, berührte eine Frau, die seit zwölf Jahren an schweren Blutungen litt von hinten heimlich ein Stück seines Mantels. Denn sie dachte: „Wenn ich ihn nur berührte, werde ich bestimmt gesund.“

Die zwei Töchter, eine zwölf Jahre alt und die andere seit zwölf Jahren krank, haben ihre zusammenhängende Geschichte. Die anonyme Frau in der Masse wird mit der gleichen aufmerksamen Feinfühligkeit geheilt wie die Tochter des prominentesten Mannes im Dorf.
Welche Vergleiche und Kontraste siehst du zwischen diesen beiden Frauen?



„Frische Weinschläuche“
Lies Matthäus 9,14-17

„Ebenso füllt niemand jungen, gärenden Wein in alte, brüchige Schläuche. Sonst platzen sie, der Wein läuft aus, und die Schläuche sind unbrauchbar. So verlanget das neue Leben nach neuen Ordnungen.“

Fasten war, und ist, eine noble religiöse Praxis. Aber das Fasten erfüllte nicht einen  Selbstzweck, der durch die Jahrhunderte hindurch perfektioniert werden sollte, vielmehr ging es um die Vorbereitung auf ein Fest: und nun ist das Fest da!
Hast du je Vorbereitung mit Erfüllung verwechselt?



„Barmherzigkeit, nicht Opfer“
Lies Matthäus 9,10-13

„Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken … ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.“

Das Schlüsselwort ist Barmherzigkeit – der Wille und die Fürsorge Gottes, Verletzten zu helfen und Verlorene zu finden. Das steht in Kontrast zum „Opfer“ – der menschlichen Bemühung einen Eindruck zu erzeugen, der vor Gott wohlgefällig sein soll.
Wie verändern die Worte Jesu deine Lebensperspektive?



„Folge mir“
Lies Matthäus 9,9

„Als Jesus weiterging, sah er einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.“ Matthäus 9,9

Gott spricht uns an mit einem persönlichem Namen und einem persönlichen Auftrag. Er rekrutiert nicht einfach anonyme Personen als Arbeiter oder Funktionäre. Wenn wir reagieren, verabschieden wir uns aus einem Leben, in dem das Hauptsache ist, was wir tun, oder was andere tun. Wir bewegen uns in ein neues Umfeld hinein, eines, in dem Gott das Kontrollzentrum ist.
Was weißt du über Zöllner?


„Deine Sünden sind dir vergeben“
Lies Matthäus 9, 1-8
„Was ist leichter – zu sagen: ‚Deine Sünden sind dir vergeben!’ oder diesen Mann zu heilen? Aber ich will euch zeigen, dass der Menschensohn die Macht hat, schon jetzt Sünden zu vergeben!“ Und er sagte zu dem Gelähmten: „Steh auf, nimm deine Tragbahre und geh nach Hause!“ Matthäus 9,5-6

Sowohl der Gelähmte wie auch seine Freunde dachten sein Grundbedürfnis sei körperlicher Art. Wie erstaunt waren sie zu hören, dass Jesus das unsichtbare geistliche Bedürfnis ansprach. Der Sohn Gottes geht auf das physische Anliegen ein, aber vorerst beginnt er beim Herzen.
Was denkst du ist dein dringlichstes Bedürfnis?



„Sie baten ihn dringend ihre Gegend zu verlassen“
Lies Matthäus 8,28-34

„Zwei Männer liefen ihnen entgegen, die von Dämonen beherrscht wurden. Sie hausten in Grabhöhlen und waren so gefährlich, dass sich niemand in ihre Nähe wagte. Sie fingen an zu schreien: „Was willst du von uns, du Sohn Gottes? Sollen wir schon jetzt gequält werden?“

In der Gegend von Gadara wurden materielle Dinge höher eingestuft als Menschen. Dass zwei Leute zu geistiger Gesundheit zurückfanden, war unwesentlich verglichen mit dem Verlust der Schweine. So empfand die Bevölkerung von Gadara. Sie wollten nichts zu tun haben mit Jesus, wenn das bedeuten würde sie müssten sich mehr um andere Personen kümmern und weniger um ihren Besitz.
Welchen Einfluss hat Jesus auf dein Wertesystem?



„Kleiner Glaube“
Lies Matthäus 8,23-27
„Da weckten ihn die Jünger und riefen voller Angst: „Herr, hilf uns, wir gehen unter!“ Jesus antwortete: „Warum habt ihr Angst? Ist euer Glaube denn so klein?“

Unterdessen hätten die Jünger wissen sollen wer mit ihnen war, und was er bewirken konnte. Doch die Sorge um das Wetter war grösser als dass Vertrauen in den Retter.
Wie hättest du reagiert?



„Keinen Ort, wo er sich hinlegen kann“
Lies Matthäus 8,14-22
Da sagte einer der Schriftgelehrten zu ihm: “Meister, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst!“ Doch Jesus entgegnete ihm: „Füchse haben ihren Bau, und Vögel haben ihre Nester, aber der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sich hinlegen kann.“

Jesus reagiert auf unseren Wunsch nach engerer Verbundenheit mit ihm, indem er uns den Kleindruck des Jüngerseins vorliest: es geht um den Verlust der Komfortzone („Füchse haben ihren Bau …“) und um das Aufgeben alter Prioritäten („lass die Toten ihre Toten begraben“).
Wie hat Christus deine Werte verändert?



„Sprich nur ein Wort“
Lies Matthäus 8,5-13

„Der Offizier erwiderte: „Herr, ich bin nicht wert, dich in meinem Haus zu empfangen. Wenn du nur ein einziges Wort sagst, wird mein Diener gesund.“

D
er Offizier tat, wofür er ausgebildet wurde; er benutzte eine alltägliche Erfahrung (sein militärisches Training) um Zugang zur Wirkungsweise Gottes zu finden. Glauben, war in diesem Fall, kein außergewöhnlicher Sprung ins Unbekannte, sondern ein konkreter Schritt in die klare Gegenwart Jesu.
Wem möchtest du die Hilfe Jesu zukommen lassen?



„Herr, wenn du willst“
Lies Matthäus 8,1-4

„… Da kam ein Leprakranker und fiel vor Jesus nieder: „Herr, wenn du willst, kannst du mich heilen!“ Jesus berührte den Mann und sagte: „Ich will’s tun! Sei gesund!“

Der Leprakranke ist eine bedürftige Person in extremis: isoliert, einsam, verachtet. Doch kein Zustand der Bedürftigkeit ist so absolut, dass wir der Verzweiflung ausgeliefert wären. In Gott ist Hoffnung. Die schüchterne Frage – „wenn du willst“ – findet einen unerwartet klaren und positiven Wunsch zur Befreiung: „Ich will.“
Welche Behinderung weckt in dir Hoffnung?


„Überwältigt von seiner Lehre“
Lies Matthäus 7,28-29

„Als Jesus seine Rede beendet hatte, waren die Zuhörer tief betroffen. Denn was er gesagt hatte, waren nicht leere Worte wie bei ihren Schriftgelehrten. Sie merkten, dass Gott selbst durch Jesus zu ihnen gesprochen hatte.“

Die Welt ist so voll von Leuten, die versuchen zu überraschen und zu schockieren, dass wir am Ende resignieren. Dann kommt Christus. Er spricht schlichte Wahrheit. Die Echtheit und Wirklichkeit seiner Worte holen uns aus der Reserve.
Was beeindruckt dich am meisten an den Worten Jesu?



Wieso war die Geburt Jesu so aussergewöhnlich?

„Daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe. Lukas 2,12“

Gott erreicht sein Ziel oft auf unerwartete Weise. Er gebrauchte die Volkszählung eines heidnischen Regenten, um Josef und Maria nach Bethlehem zu bringen. Er fügte es so, dass Jesus in einem Stall eher als in einem Palast geboren wurde. Er wählte Bethlehem eher als Jerusalem. Er lenkte es so, dass die Nachricht der Geburt den Hirten, eher als den Herrschern angekündigt wurde. Der Grund dafür? Vielleicht wollte Gott aufzeigen, dass das Wertvollste im Leben – die Vergebung durch Jesus – allen zur Verfügung steht. Vielleicht wollte er auch klar machen, dass einfache, demütige Menschen bessere Aussichten haben, diese Botschaft anzunehmen. hm



„Festes Fundament“
Lies Matthäus 7,24-27

„Wer meine Worte hört und danach handelt, der ist klug. Man kann ihm mit einem Mann vergleichen, der sein Haus auf felsigen Grund baut.“

Sichtbares Verhalten baut auf unsichtbarem Grund. Jesus liefert die Richtlinien.
Wer sie befolgt, legt hier und jetzt die Basis für das, was kommt in der Ewigkeit.
Nenne einige Bausteine im Fundament deines Lebens.


„Herr, Herr“

Lies Matthäus 7,21-23

„Nicht, wer mich dauernd ‚Herr’ nennt, wird in Gottes Reich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“


Angeben mit bekannten Namen funktioniert in der christlichen Arena gleich wie in der Nichtchristlichen – jemand erweckt den Schein der Vertrautheit, wenn in Wahrheit eine nur sehr oberflächliche Beziehung besteht. Sich auf einen Namen zu berufen bringt gar nichts, wenn wir keinen Bezug haben zu der Person.
Gehörst du zu denen, die Gottes Namen nur verbal gebrauchen?
 
 

 " Hüte dich vor falschen Propheten"
Lies Matthäus 7,15

 „Nehmt euch vor falschen Propheten in Acht. Sie kommen daher wie harmlose Schafe, aber in Wirklichkeit sind sie gefährliche Wölfe, die euch in Stücke reißen wollen.“

Christliche Nächstenliebe darf nicht verwechselt werden mit frommer Leicht-gläubigkeit, die Trug und Torheit ihrer Leader toleriert. Religiöse Ansprüche sind am einfachsten zu machen und am schwierigsten zu beweisen. Prophetische Mäntel, so leicht beansprucht, müssen sorgfältig geprüft werden.
Wie übst du Vorsicht im Umgang mit religiösen Leitern?


„Das enge Tor“

Lies Matthäus 7,14

„Das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn.“

Glaube ist nicht die Anhäufung vager Impulse, die sich meistens zum Guten wenden, noch hegt der Glaube obskure Gefühle der Frömmigkeit. Es geht viel mehr um die Wahl ein bestimmtes Tor zu durchschreiten („Ich bin die Tür“, Johannes 10,7) es geht um den Beschluss einen bestimmten Weg einzuschlagen („Ich bin der Weg“, Johannes 14,6).

Was empfindest du am engen Tor als schwierig oder herausfordernd?


„Das tut auch ihnen“
Lies Matthäus 7,12

„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.“

Das erstaunliche an diesem Grundsatz-Statement betreffend Verhalten sind nicht die Worte selbst, sondern der Lebenskommentar, den Jesus dazu geliefert hat. Er selber hat das praktiziert. Er verwandelte Moral vom Wunsch zur Wirklichkeit, vom Ideal zur Realität. Und er befähigt uns dasselbe zu tun.
Wie kannst du diese Goldene Regel konkret umsetzen?

 „Bittet“
Lies Matthäus 7,7-11

„Bittet Gott, und er wird euch geben! Sucht, und ihr werdet finden! Klopft an, dann wird euch die Tür geöffnet!“


Wenn wir bitten gestehen wir unsere Unzulänglichkeit ein und bekennen Gottes Zulänglichkeit. Bitten ist die Grundlage des Gebets. In solchem Beten werden Verbindungen geschweisst zwischen unserer Zerbrochenheit und seiner Ganzheit.

Was wirst du heute von Gott erbitten?


„Perlen vor Schweinen“
Lies Matthäus 7,6

„Gebt das, was heilig ist, nicht Menschen, denen nichts heilig ist. Werft keine Perlen vor die Säue! Sie zertrampeln die Perlen, drehen sich um und stürzen sich auf euch.“

Es müssig Menschen heilige Konzepte nahe bringen zu wollen, die gar nicht zuhören und unsere Worte nicht beachten. Gott kann uns zeigen, wann zu reden und wo zu handeln. Wir sollen nicht aufhören gottfernen Menschen Gottes Wort weiterzugeben, aber wir sollen dabei mit Weisheit und Urteilsvermögen vorgehen, damit wir unsere Zeit nicht vergeuden.
Welche guten Taten hast du an falschen Orten vollbracht?



„Der Splitter/der Balken“

Lies Matthäus 7,3-5

„Mit welchem Recht sagst du: ‚Mein Freund, komm, ich helfe dir, den Splitter aus deinem Auge zu ziehen’, wenn du doch nicht über den Balken in deinem eigenen Auge hinaussehen kannst?“


Erst wenn wir es ablehnen, mit geiler Neugier herauszufinden was bei andern nicht stimmt, werden wir frei, ihnen aufrichtig zu begegnen als Menschen, die von Gott geliebt sind. Erst dann wird es möglich für andere Zeugen der Wahrheit und Begleiter im Glauben zu werden.
Zu oft verwechseln wir religiösen Klatsch mit geistlicher Anteilnahme.
Wo verurteilst du die Sünden anderer, eher als die eigenen zu bekennen?



„Hört auf andere zu verurteilen“

Lies Matthäus 7,1-2

„Hört auf, andere zu verurteilen, dann werdet auch ihr nicht verurteilt. Denn andere werden euch so behandeln, wie ihr sie behandelt. Der Massstab, nach dem ihr andere beurteilt, wird auch an euch angelegt werden, wenn man euch beurteilt.“

Wenn wir andere richten – ihren Wert beurteilen, ihren Mangel an Tugend, ihr Fehlverhalten – dann verschwenden wir die moralischen Energien, die uns zur barmherzigen Verwendung gegeben wurden. Andere zu prüfen, um ihre Schwächen aufzudecken, ist selbst zerstörerisch.
Wenn bist du geneigt zu verurteilen?



„Seid nicht besorgt“

Lies Matthäus 6,33-34

„Habt keine Angst vor der Zukunft! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Lasten hat. Gott wird auch morgen für euch sorgen.“


Wenn wir in Kontrolle sind über das, was mit uns geschieht, und wenn wir für unser Wohlergehen selbst verantwortlich sind, dann tun wir gut daran konstant auf der Hut zu sein und stetig auf das grosse Los zu hoffen. Wenn jedoch Gott die Fänden in der Hand hält, wenn sein Reich bereits eine Realität ist, dann trennt uns ein entscheidendes „deshalb“ von allen lähmenden Sorgen.
Was hat bei dir den ersten Platz?



„Sucht in erster Linie …“

Lies Matthäus 6,33

„Sucht in erster Linie nach der Königsherrschaft Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird euch das alles dazugegeben werden.“

Unsere Prioritäten sollten inzwischen klar sein: Wir sind geschaffen von Gott für Gott. Die Bedeutung und Erfüllung unseres Lebens muss daher im Land der Gnade gefunden werden. Was er sagt und wie wir darauf reagieren, das sind die zentralen Realitäten unseres Lebens.
Welche Hinweise gibt es in deinem Leben, dass du in erster Linie seine Königsherrschaft suchst?


„Euer Vater im Himmel weiss“

Lies Matthäus 6,31-32              

„Euer Vater im Himmel weiss ganz genau,
dass ihr das alles braucht.“


Glaube atmet eine Zuversicht, dass Gott unsere Bedürfnisse besser kennt als wir selbst. Er kann auch für uns sorgen.
Der nagende Zweifel Gott könnte uns vergessen haben,
der panische Verdacht er könnte sich gegen uns wenden – all das wird durch Glauben ausgeschlossen.
Welche Sicherheit in Gott gibt dir am meisten Ruhe?


„Kleiner Glaube“

Lies Matthäus 6,27-30

„Wenn aber Gott sogar das Gras so schön wachsen lässt, das heute auf der Wiese grünt und morgen vielleicht schon verbrannt wird, meint ihr, dass er euch dann vergessen würde? Vertraut ihr Gott so wenig?“


Banges Absorbiertsein mit den Bedürfnissen und Begehrnissen des Alltags lenkt uns von Gott ab. Von ihm, der in allen Details gegenwärtig ist mit seiner Bereitschaft zu helfen, zu stärken, zu versorgen und zu vergeben mit seiner Liebe.
Vergleiche das mit den andern Statements über die Kleingläubigkeit in Matthäus 8,26; 14,31 und 16,8.


„Ein einziger Augenblick“

Lies Matthäus 6,27

„Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben auch nicht um einen Augenblick verlängern.“

Besorgnis verheizt enorme Mengen Energie, verschwenderisch und ineffizient. Nichts Konstruktives entsteht. Es ist das Gegenteil von Vertrauen. Glauben verlangt nicht mehr als schlichtes Aufmerksamsein auf Gott, einfaches reagieren auf seinen Willen. Verzage nicht, vertraue. Vergleiche das Sorgen mit dem Glauben, der in Hebräer 11,1 beschrieben wird.


„Sorgt euch nicht“

Lies Matthäus 6,25-26

„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer tägliches Leben – darum, ob ihr genug zu essen, zu trinken und anzuziehen habt.“

Bedürfnisse des Alltags, so wichtig sie sind, dürfen uns weder definieren noch dominieren. Wir wurden für etwas weit wichtigeres geschaffen als Nahrung und Kleidung. Gottes Fürsorge ist ein Netz dem wir lernen zu vertrauen.
Welche Sorge wirst du heute Gott übergeben?


„Zwei Herren“

Lies Matthäus 6,24

„Niemand kann gleichzeitig zwei Herren dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des andern nicht kümmern können. Genau so wenig könnt ihr zur selben Zeit für Gott und das Geld leben.“


Glaube ist nicht eine Mischung von religiösen Sedimenten, die auf dem Delta deiner Seele abgelagert werden. Christsein ist keine Sammeltüte religiöser Emotionen, die deine Gemütslandschaft durchqueren. Der christliche Glaube hat zu tun mit Entscheidung und mit Dienst – die Entscheidung für Christus, der Entschluss ihm zu dienen als Herr.
„Für Geld zu leben“ was heisst das für dich?


„Wenn deine Augen klar sehen“
Lies Matthäus 6,22-23

„Dein Auge ist das Fenster deines Körpers. Ein klares Auge lässt das Licht bis
in deine Seele dringen …“

Unsere Augen sind erstaunliche und präzise Reflektoren der inneren geistlichen Gesundheit. Sie verengen sich zu Schlitzen, wenn wir hassen, neiden oder intrigieren. Sie öffnen sich weit, wenn wir staunen, loben und geben.
Was beengt deine Gottessicht?


„Schätze“

Lies Matthäus 6,19-21

Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel … wo nämlich eure Schätze sind, da zieht es euch hin.“

Gott hat nichts gegen „Schätze“, es kümmert ihn lediglich wo sie lokalisiert sind. Die Ortung unserer Schätze – das wofür wir unsere Energie einsetzen und worauf wir unsere Hoffnung fixieren – bestimmt die Richtung unserer Ziele und die Art unseres Verhaltens.
Was bewertest du am höchsten?


„Wenn ihr vergebt“
Lies Matthäus 6,14-15

„… wenn ihr euch aber weigert, anderen zu vergeben, wird euer Vater euch auch nicht vergeben.“

Gottes Wirken umfasst unsere Nächsten. Wenn wir auf seinem Weg gehen wollen, müssen wir ihm darin folgen. Wir sind immer geneigt Gottes Wirken auf etwas Exklusives und Privates zu reduzieren, er aber möchte das nicht.
Wem wirst du heute vergeben?


„Reich / Kraft / Herrlichkeit“
Lies Matthäus 6,13

„Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“

Diese Worte sind zwar nicht in den ältesten Manuskripten, aber sie fassen das Beten zusammen als die Sprache des Königreichs, ausgedrückt mit der Energie, die Gott schenkt, strahlend mit dem Licht das von ihm kommt.
Wie hilft dir das „Unser Vater“ in deinem persönlichen Gespräch mit Gott?

 


Vergib“

Lies Matthäus 6,12

„Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern“

Getrennt von Vergebung ist jeder Schritt, den wir tun, ein Link in der Ursache-Wirkung Sequenz von Sünde und Tod. Vergebung löscht bestimmte Konsequenzen nicht aus, aber ermöglicht die Weiterreise. So wie Brot Nahrung für den Körper ist, so ist Vergebung grundlegend für den Geist.
Wem kannst du vergeben, wie auch dir vergeben wurde?


„Gib“
Lies Matthäus 6,11

„Gib uns heute unser tägliches Brot“

Gott schuf unseren körperlichen wie auch unseren geistlichen Hunger, und er sorgt für die Erfüllung beider Bedürfnisse. Gebet hat ebenso viel zu tun mit den Notwendigkeiten des täglichen wie auch des ewigen Lebens.
Für welche körperlichen Bedürfnisse wirst du heute beten?


Königreich“

Lies Matthäus 6,10

„Dein Reich komme.“

Jedes von Menschen erfundene politische System ist irgendwo defekt und schlussendlich korrupt. Die Herausforderung, das Leben harmonisch und fair zu gestalten, entzieht sich unserer Kompetenz. In der Zwischenzeit wird ein Volk zugerüstet, das bereits von Liebe regiert wird und das in dieser Herrschaft Gottes Güte und Erfüllung erfährt.
Was bedeutet der Begriff „Königreich“?


„Name“

Lies Matthäus 6,9

„Geheiligt werde dein Name.“
Das Wort „Gott“ umfasst Güte, Heiligkeit und Herrlichkeit. Aber im täglichen Umgang ist der Begriff durch viel Aberglauben verdorben. Menschen lesen in das Wort „Gott“ Ängste, Ignoranz und Lästerung. Sein Name braucht Reinigung und Läuterung. Was bedeutet „geheiligt“?


„Vater“
Lies Matthäus 6,9

„Unser Vater, der du bist im Himmel…!“


„Unser“ ist das operative Wort. Wir können nicht zu Gott kommen, als ob er ein Privatgott wäre, ein Haushaltgott. Er ist kein persönlicher Götze, den wir nach unseren eigenen Vorstellungen zusammenbasteln. Im Gebet wird er nicht auf unsere Ansprüche reduziert; vielmehr expandieren wir gemäss den Dimensionen seiner Majestät.

Warum ist „Vater“ eine so wichtige Bezeichnung für Gott? hm


So sollt ihr beten
Lies Matthäus 6,9-13

„Unser Vater, der du bist im Himmel!
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auch auf Erden.
Gib uns heute unser tägliches Brot.
Und vergib uns unsere Schulden,
wie auch wir vergeben unseren Schuldnern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern errette uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit!
Amen.



Die Praxis des Betens ist kein unbekanntes Terrain, wo wir unseren Weg heraushauen. Es ist ein viel bereister Pfad mit reichen Traditionen und gelebter Kultur.
Die Worte Jesu sind ein Kompass und eine Karte, um unseren Weg tiefer ins Innere zu finden. hm
Wieso ist dieses Gebet für dich wichtig?


Er hat alles wohlgemacht

So wollen wir am Ende dieses Jahres sprechen über jede Woche, über jede Stunde, die vergangen ist. Solange wollen wir mit diesem Wort ins Gebet gehen, bis keine Stunde mehr ist, von der wir nicht sagen wollten,

„Er hat alles wohlgemacht“ (Markus 7,37).

Gerade die Tage, die uns schwer waren, die uns gequält und geängstigt haben, Tage, die uns eine Spur von Bitterkeit zurückgelassen haben, wollen wir heute nicht hinter uns lassen, bevor wir nicht auch von ihnen dankbar und demütig bekennen: „Er hat alles wohlgemacht“. Nicht vergessen sollen wir, sondern überwinden. Das geschieht durch Dankbarkeit. Nicht die ungelösten Rätsel der Vergangenheit lösen und in quälende Grübelei fallen sollen wir, sondern auch das Unbegreifliche stehen lassen und friedlich in Gottes Hand zurückgeben. Das geschieht durch Demut. „Er hat alles wohlgemacht“. Aber noch bleibt der furchtbarste Stachel zurück: Meine Schuld, meine Schuld! … Die böse Frucht meiner Sünde wirkt ja ohne Ende fort. Wie soll ich dem ein Ende setzen? Und doch bist du kein Christ, sondern verhärtest dich nur in deiner Sünde, wenn du nicht auch über deiner Schuld sprechen kannst, ER hat alles wohlgemacht! Es heisst eben nicht, wir haben alles wohlgemacht. … Das ist die letzte und erstaunlichste Erkenntnis des Christen, dass er zuletzt auch über seiner Sünde sagen darf: Er hat alles wohlgemacht. Dietrich Bonhoeffer


Jesu Geburt
Wieso war die Geburt Jesu so aussergewöhnlich?

Daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe. Lukas 2,12

Gott erreicht sein Ziel oft auf unerwartete Weise. Er gebrauchte die Volkszählung eines heidnischen Regenten, um Josef und Maria nach Bethlehem zu bringen. Er fügte es so, dass Jesus in einem Stall eher als in einem Palast geboren wurde. Er wählte Bethlehem eher als Jerusalem. Er lenkte es so, dass die Nachricht der Geburt den Hirten, eher als den Herrschern angekündigt wurde. Der Grund dafür? Vielleicht wollte Gott aufzeigen, dass das Wertvollste im Leben – die Vergebung durch Jesus – allen zur Verfügung steht. Vielleicht wollte er auch klar machen, dass einfache, demütige Menschen bessere Aussichten haben, diese Botschaft anzunehmen. hm




Antworten

Antwortet Gott immer auf unsere Gebete?

Dreimal habe ich zum Herrn gebetet, dass er mich davon befreie. Jedes Mal sagte er zu mir … meine Kraft zeigt sich in deiner Schwäche. 2. Korinther 12,8-9

Gott hört und reagiert auf unser Bitten. Allerdings lautet seine Antwort nicht immer so wie wir es erwarten oder wünschen. Als liebender Vater hat er die Übersicht, er sieht alle Zusammenhänge, er weiss um alle Verflechtungen und was für uns am besten ist. Darum gibt er nicht immer, was wir wollen. Verlass dich auf seine Antwort und die kann ja, nein oder noch nicht lauten. Manchmal geht es uns wie Paulus, wir stellen fest, dass Gott Gebete beantwortet indem er uns etwas Besseres gibt, als das Erbetene. hm


Furcht vor Gott
Wie ist Gottesfurcht zu verstehen?

Dient dem Herrn mit Furcht und freut euch mit zittern. Psalm 2,11


Viele deutsche Wörter haben markant unterschiedliche Bedeutung. Zorn beispielsweise kann unbeherrschte Aggression oder gerechte Entrüstung sein. Liebe kann Lust oder bedingungslose Hingabe bedeuten. Mit Furcht verbinden wir normalerweise das unangenehme Gefühl der Sorge oder das Bangen vor dem Ungewissen. Es gibt aber auch eine andere Definition der Furcht. Eine, die durchaus positiv ist. Die Furcht vor Gott umfasst Ehr-Furcht, Respekt vor ihm, die Erkenntnis, dass alles, was er über Liebe und Gerechtigkeit sagt, wahr ist. Weil er die höchste Instanz ist und die Macht über Leben und Tod in seinen Händen liegt, ist ein heiliger Respekt vor ihm nur angemessen. Das hilft uns, auf seine Gebote so zu reagieren wie wir sollten. hm


Macht

Wie erfahre ich die Kraft Gottes in meinem Alltag?

Ich kann am besten durch Leute wirken, die wissen, dass sie mich brauchen. 2. Korinther 12,9


Je mehr wir unsere Schwächen und Grenzen sehen, umso deutlicher erkennen wir, dass wir ohne Gottes Hilfe nicht über die Runden kommen. Unter Strom zu stehen und von Energie zu strotzen, kann überheblich machen. Wenn du weißt, dass du gut bist, Autorität hast und dich durchzusetzen weißt, schwindet die Wahrnehmung von Gottes Abhängigkeit. Das Gegenmittel: Gott deckt unsere Schwächen auf und lässt uns gegen die Wand laufen. Erst wenn wir der eigenen Hilflosigkeit in die Augen schauen, erfahren wir Gottes Kraft und werden brauchbare Instrumente in seiner Hand. hm


Mut
Wie bekomme ich Mut, um Hindernisse zu bewältigen?

Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand! Jesaja 41,10


Furcht lähmt, macht kraftlos, blockiert. Je mehr ich mir einrede, eine Hürde nicht nehmen zu können, desto sicherer schaff ich’s nicht. Es entsteht eine selbst-erfüllende Prophetie. „Hab keine Angst“ der Grund für diese Aufforderung folgt im nächsten Satz. Beachte das persönliche Pronomen und die Verbfolge: „Ich mache dich stark“, „ich helfe dir“, „ich schütze dich“. Kraft, Mut und Bewahrung entstehen nicht durch Selbstsuggestion. Alle drei kommen von Ihm. Die Überzeugung, dass Gott mir beisteht und mir unter die Arme greift, gedeiht durch den Einfluss seines Wortes. Lies und lass dir Mut zusprechen. hm


Verantwortung
Wie bleibe ich auf Kurs?

Jeder hat genug an dem zu tragen, was er selbst vor Gott verantworten muss. Galater 6,12

Als Adam mit seinem Versagen konfrontiert wurde, war seine erste Reaktion, die Schuld auf Eva abzuwälzen. Als Pilatus mit Jesus konfrontiert wurde, hat er sich schnell die Hände gewaschen. Er wollte sich, wenigstens symbolisch, seiner Verantwortung entziehen. Das Verhalten hat Programm. Wenige von uns sind bereit, für das eigene Verhalten geradezustehen. Wir bevorzugen es, einen Schuldigen oder eine Entschuldigung vorzuschieben. Galater 6,12 im Klartext: Es gibt kein Drum-herum, letztlich muss ich selber hinstehen. Wenn mir das bewusst wird, werde ich vorsichtiger und motivierter sein, nach dem Kompass zu laufen. hm


Ehrgeiz

Wann ist Ehrgeiz schädlich?

Lasst uns eine grosse Stadt bauen mit einem Turm, der bis an den Himmel reicht – dann werden wir in aller Welt berühmt. 1. Mose 11.4

Es ist ein Unterschied, ob jemand Teilhaben will am grossen Werk Gottes oder ob einer persönliche Anerkennung sucht durch Gottes Werk. Wenn du dir nicht sicher bist, welches von beidem zutrifft, dann ist es vielleicht angebracht, deine Motive zu überprüfen. Wenn der grösste Profiteur deines Engagements du selber bist, dann könnte dein Ehrgeiz ein Problem sein. Suche Gott zu ehren und den Nächsten, nicht dich selbst. hm


Erfolg
Wo liegt das Problem, wenn mir materiell alles gelingt?

Was nützt es, die ganze Welt zu gewinnen, aber dabei an der eigenen Seele Schaden zu nehmen oder sie zu verlieren? Lukas 9,25

Der Filmstar Brad Pitt sagte in einem Interview: „Erfolg ist ein grosses, gefährliches Ungeheuer, von dem man nie genau weiss, ob es einem die Füsse leckt oder im nächsten Moment an die Kehle geht.“ Pitt muss es wissen, seine Biografie ist eine Erfolgstory. Erfolg haben ist toll, problematisch wird es dann, wenn der Aufstieg mit dem Abstieg der Beziehung zu Gott bezahlt wird. Darum geht es bei Lukas. Rasch vorwärts zu kommen und dabei an der eigenen Seele schaden zu nehmen, ist der ultimative Missgriff, denn die Seele hat Ewigkeitswert. Es braucht einen wirklich weisen Investor, der weiss, wie man im Hier und Jetzt anlegt, um im Dann und Dort eine bleibende Rendite zu erzielen. hm


Straucheln

Wie geht es weiter, wenn ich gestürzt bin?

Der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf. Sprüche 24,16

Dein Versagen überrascht Gott nicht. Anders als wir, steht er nicht ratlos vor Brüchen und Scherben. Ungeachtet dessen, wie oft du stolperst und versagst, du kannst Gott vertrauen, dass er nicht verwirrt ist oder aus der Fassung gerät. Er will dich an der Hand nehmen und dir helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Was machen nach einem Sturz? Aufstehen, den Staub von den Kleidern klopfen und Gott darum bitten, dass er dir zeigt, welche Lektion es daraus zu lernen gilt. Verliere nicht die Zuversicht. Gott hat verheissen, dass er uns begleitet, bis wir auf der anderen Seite angekommen sind. hm


Zufriedenheit

Wie finde ich echte Zufriedenheit in meinem Leben?

Bruder, ich habe selbst genug, behalte, was du hast. 1. Mose 33,9


Esau hatte anscheinend gelernt, zufrieden zu sein mit dem, was er hatte, eher als dem nachzuhängen, was ihm abhanden kam. Es muss für ihn ein längerer Prozess gewesen sein, denn es gab eine Zeit, da wollte er seinen Bruder Jakob aus dem Weg räumen, weil dieser ihn um sein Erstgeburtsrecht betrogen hatte (1. Mose 27,41). Unerfreuliche Lebensumstände können dazu führen, dass wir uns hintergangen, zornig und frustriert fühlen. Verständliche Gefühle. Problematisch wird es erst, wenn wir ihnen so viel Raum anbieten, dass Bitterkeit entsteht. Bitterkeit und Zufriedenheit vertragen sich schlecht. Schleichender Groll wird verhindert, wenn wir ehrlich sind mit Gott über unsere Gefühle, wenn wir rasch bereit sind, Vergebung zu gewähren und eine dankbare Einstellung kultivieren. Stell dir vor, was aus Esau geworden wäre, wenn er sich von Jakobs unfairem Verhalten nie erholt hätte. Vergeben und weitergehen ist der bessere Weg. hm


Vertrauen
Was macht Gott vertrauenswürdig?

Ich weiss: Deine Gnade gilt für alle Zeiten und deine Treue, solange der Himmel besteht. Psalm 89,3

Wenn Gott die Quelle der Wahrheit ist, dann ist seine Zuverlässigkeit garantiert. Eine der grossen Schwierigkeiten besteht darin, die Frage der Wahrheit im Vordergrund zu halten. Suchende Menschen gehen davon aus, dass das Christentum empfohlen wird, nicht weil es wahr ist, sondern weil es gut ist. Die Güte aber wäre wenig wert ohne die Wahrheit. Und Wahrheit ist etwas, was sich prüfen lässt. Als Jesus die Pharisäer fragte: „Wer von euch kann mir auch nur eine einzige Sünde nachweisen?“ da war die ganze Mannschaft schachmatt gesetzt … jeder weitere Kommentar überflüssig. Das sündenlose Leben des Sohnes Gottes und das fehlerlose Zeugnis des Wortes Gottes, das sind zwei starke Indizien für die Vertrauenswürdigkeit dessen, der gesagt, hat: " Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben …". Nimm ihn beim Wort. Vertraue ihm gerade dort, wo es dir besonders schwer fällt.hm


Reise
Hat Gott einen spezifischen Plan für mein Leben?

Wir wissen: Wenn jemand Gott liebt, muss alles dazu beitragen, dass er das Ziel erreicht, zu dem Gott ihn nach seinem Plan berufen hat. Römer 8,28

Hat Gott einen Masterplan für mich, und wie erkenne ich den? Das ist mehr gefragt, als sich beantworten lässt. Wenn es um den Willen und Plan Gottes für unser Leben geht, hätten wir am liebsten eine Standleitung zum Thron Gottes. Haben wir aber nicht. Auch jene nicht, die Ähnliches von sich behaupten. Unser Verlangen nach Führung kann uns auf gefährliche Wege bringen. Soviel ist klar aus Römer 8,28: Gott hat einen Masterplan und er ruft uns. Wie weit er sich in die Karten blicken lässt, ist eine andere Frage. Gott führt seinen souveränen Willen durch und er benutzt dazu Männer und Frauen in allen Lebensphasen. Gott hat auch einen moralischen Willen, den hat er in der Bibel offenbart. Seinen individuellen Willen jedoch, den enthüllt er uns nicht unbedingt. Den erkennen wir immer erst nach den Ereignissen. Viel wichtiger als die globale Frage, wie ich Gottes Willen für mein Leben entdecke, ist die Frage: Wie gelingt es, unterwegs mit Gott weise Entscheidungen zu fällen, dort wo er mir die Wahl überlässt? Darüber lohnt sich nachzudenken. hm


Fähigkeit
Wie kann ich meine Fähigkeiten für Gott einsetzen?

Gott handelt auf unterschiedliche Art und Weise an uns, es ist trotzdem immer derselbe Gott. Jeder bekommt irgendeine Fähigkeit von Gott, die allen in der Gemeinde helfen kann. 1. Korinther 12,6-7

Jeden von uns rüstet Gott mit bestimmten Fähigkeiten aus. Sein Ziel ist es, dass wir seine Gaben entwickeln und entfalten. Wenn uns klar wird, wo unsere speziellen Befähigungen liegen, haben wir drei Möglichkeiten: 1. Wir können sie einfach ignorieren. Unser Potential bleibt ungenutzt, Gottes Plan bleibt unbrauchbar. 2. Wir können unsere Talente zur Förderung der eigenen Ziele nutzen. Das verstärkt den Ego-Trip. 3. Wir können unsere Gaben zweckbestimmt für Gott und sein Reich einsetzen. Was heisst das konkret? Wir stellen und beantworten die Frage: Wo kann ich mit dem, was Gott mir gegeben hat, in der örtlichen Gemeinde meinen Beitrag leisten? Wie setzt man seine Gaben ein? Indem man nicht endlos theoretisiert und theologisiert, sondern schlicht und einfach irgendwo anpackt. Wie findet man den richtigen Platz? Indem man den falschen ausprobiert. Just do it. hm


Schild
Wie verteidigt mich Gott, wenn ich mich bedrängt fühle?

Setzt den Glauben als einen Schutzschild ein, um die feurigen Pfeile des Widersachers abzuwehren. Epheser 6,16

Die Abwehr ist möglich, indem wir Kraft schöpfen aus der Tatsache, dass Gott mehr Power hat als jedes Problem oder jeder Feind. Es ist das Urvertrauen in ihn, das wie ein Schild wirkt zum Schutz vor Versuchungen und Anklagen, mit denen wir täglich konfrontiert sind. Vertrauen heisst, an Gott anlehnen, auf seine Verheissungen bauen trotz Zweifel, trotz Verwirrung, trotz Enttäuschung, trotz Spannung. Hast du gelernt, den Glaubenschild hochzuhalten, wenn Gefühle der Unwürdigkeit dich plagen? Das bedeutet, Gott zu sagen: „Ja, ich weiss, ich habe dich enttäuscht, aber du hast versprochen, dass du mich immer annimmst, ich baue darauf.“ Alle grossen Männer und Frauen der Bibel haben ihre Versagens-Geschichten. Gott hat sie trotzdem gebraucht. Er wird auch dich brauchen. Rechne damit. hm


Dienen
Wie gelingt es, Christus ähnlicher zu werden in meinem Dienst für andere?

„Auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um anderen zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele hinzugeben. Matthäus 20,28

In unseren Denkkategorien hat derjenige Status, dem von irgendjemand auf irgendeine Weise zugedient wird. Jesus stellt diese Denkweise auf den Kopf. Sein Prinzip: Ziel im Leben ist nicht das Bedientwerden, sondern das Dienen. Warum betont er eine dienende Einstellung so stark? Weil wir dadurch unsere Augen für andere öffnen und sich das Universum nicht mehr nur um den eigenen Bauchnabel dreht. Hingabe an andere ist der Kernpunkt eines Lebens, das sich an Christus orientiert. hm


Unsicherheit
Wie kann ich Unsicherheiten überwinden, die mich daran hindern, von Gott gebraucht zu werden?

„Wir selber sind ganz und gar Gottes Werk. Durch Jesus Christus hat er uns so geschaffen, dass wir nun Gutes tun können. Epheser 2,10

Gott hat uns in seinem Bild geschaffen, das drückt eine unheimliche Wertschätzung aus. Er macht keine Fehler und er hat einen jeden von uns mit einem speziellen Touch ausgerüstet, damit wir die spezifischen Aufgaben erfüllen können, die er uns zugedacht hat. Er erwartet nicht mehr von uns, als wir in der Lage sind zu geben, aber er erwartet, dass wir einsetzen, was er uns gegeben hat. Unsicherheit schmilzt weg, wenn wir im Bereich unserer Fähigkeiten für Gott da sind. Bis du für ihn da? hm


Zeugnis
Wie kann ich meine eigene Erfahrung mit Gott weitergeben?

„Geh nach Hause zu deiner Familie und berichte, welch grosses Wunder Gott an dir getan hat und wie barmherzig er zu dir gewesen ist!“ Markus 5,19

Wenn Bibelstorys über Leute, die wir nie kennen gelernt haben, uns Gott näher bringen, wie viel mehr wird er deine eigene Erfahrung mit ihm gebrauchen im Gespräch mit Fernstehenden. Niemand kann bestreiten, was du persönlich erlebt hast. Zu erzählen, wie du Gott erlebt hast und was er dir bedeutet, ist eine der eindrücklichsten Möglichkeiten, Suchenden den Weg zu weisen. hm


Salz
Was meint Jesus mit dem Statement: „Ihr seid das Salz der Erde“?

Ihr seid das Salz der Erde. Doch wozu ist Salz nocht gut, wenn es seinen Geschmack verloren hat? Matthäus 5,13

Zur Zeit Jesu war Salz ein wertvoller Würzstoff. Ebenso wurde Salz verwendet, um Fleisch zu konservieren. Wenn Jesus seine Nachfolger „Salz der Erde“ nennt, dann meint er, dass sie einen bewahrenden Einfluss auf ihr Umfeld ausüben sollen. Wir wurden nicht berufen, um Zucker, sondern um Salz zu sein. Salz irritiert und akzentuiert manchmal auch. Wie salzig bist du für dein Umfeld? Kommen deine christlichen Werte in einer zerfallenden Gesellschaft irgendwo zum Zug? hm


Schlechte Gewohnheiten
Wie kann ich falsches Verhalten ändern, an das ich mich angepasst habe?

Erkennt ihr denn nicht, dass ihr immer der Sklave dessen seid, dem ihr gehorcht? Ihr könnt die Sünde wählen, die in den Tod führt, oder ihr könnt Gott gehorchen und seine Anerkennung bekommen.
Römer 6,16


Mit „schlechten Gewohnheiten“ meinen wir meist Nikotin, Alkohol, Drogen und Ähnliches. Aber tratschen, verunglimpfen und verurteilen können genauso zur Gewohnheit werden. Sich übermässig Sorgen machen kann zur miesen Praxis werden, die uns körperlich und seelisch schadet. Eine der klassischen Lügen des Gegenspielers ist die, dass wir Opfer sind, ohne die Möglichkeit zu widerstehen.
Die Gesellschaft redet uns ein, dass Vererbung, Umwelt und Umstände uns von Verantwortung entbinden. Tatsächlich sind unsere schlechten Gewohnheiten eine geistliche Herausforderung. Und tatsächlich steht uns Gottes Kraft zur Verfügung, um die Ketten mieser Gewohnheiten zu brechen. Der ehrliche Erfahrungsaustausch unter Freunden ist ein Weg, wie Gottes Hilfe nutzbar wird. Hast du einen Gebetspartner? hm


Bumerang
Wie geschieht es, dass manche Verhaltensweisen auf uns zurückfallen?

Ihr werdet genau das ernten, was ihr gesät habt.
Galater 6,7

Jemand hat gesagt: „Sei vorsichtig, wie du andere behandelst auf deinem Weg nach oben, weil das dieselben Leute sind, denen du begegnen wirst auf deinem Weg nach unten.“ Das Leben hat Zyklen. Manchmal kletterst du auf der Leiter hoch und alles läuft rund. Aber es gibt auch Zeiten, da läuft es anders rum und du kommst rasant die Leiter runter. Du mühst dich ab und brauchst Hilfe – um eine Stelle zu finden, ein finanzielles Loch zu überwinden, eine falsche Entscheidung zu korrigieren, was auch immer. Es ist ironisch, wie oft genau die Leute, von denen du denkst, du brauchst sie nicht, an einem bestimmten Punkt plötzlich für dich wichtig werden. Wer sein Umfeld mit der Barmherzigkeit und Freundlichkeit behandelt, die Gott von uns erwartet, wird möglicherweise dieselbe Barmherzigkeit und Freundlichkeit erfahren in der eigenen Stunde der Not. hm


Wieso spielt Charakter eine Rolle?

Der Geist Gottes lässt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung. Galater 5,22

Man kann andere Leute mit Worten und Taten für eine Weile täuschen, wer wir aber wirklich sind, wird sich letztlich zeigen. Worte und Taten reflektieren auf lange Sicht, was in unserem Herzen ist. Charakter hat Gewicht, er drückt unsere innere Welt aus. Das engagierte Gespräch mit Gott beispielsweise zeigt, dass er Priorität hat. Die engagierte Freundlichkeit im Umgang mit Menschen zeigt, dass uns der Dienst am Nächsten wichtig ist. Wofür schlägt dein Herz? Wenn du nicht sicher bist, werden es andere wohl auch nicht sein. hm


Gemeinde
Wieso ist mein Engagement in der Gemeinde wichtig?

So wie euer Körper viele Teile und jeder Körperteil seine besondere Funktion hat, so verhält es sich auch mit dem Leib Christi. Wir sind alle Teile seines einen Leibes, und jeder von uns hat eine andere Aufgabe zu erfüllen. Und da wir alle in Christus ein Leib sind, gehören wir zueinander, und jeder Einzelne ist auf alle anderen angewiesen. Römer 12,4-5

Gott hat einen jeden von uns ausgerüstet – der eine ist ein hervorragender Organisator und Administrator, andere sind begabte Musiker, Lehrer oder Handwerker. Wenn ausnahmslos jeder in der Gemeinde dient mit dem, was ihm gegeben wurde, entwickelt sich die Familie in ein Team, es entsteht ein Zeugnis für Christus und Gott wird geehrt. Wo bringst du deinen Beitrag? hm


Kompliment
Wie wirkt sich Anerkennung aus?

Sorgen drücken einen Menschen nieder – aber ein ermutigendes Wort richtet ihn wieder auf. Sprüche 12,25

Jeder von uns braucht Ermutigung. Denk nur daran, wie du dich selber fühlst, wenn dir jemand sein Vertrauen ausdrückt, dich aufbaut, deine Arbeit rühmt oder dein Wachstum anerkennt. Vermittle heute jemandem dieses Gefühl. Würdige Verdienste, sprich ein Lob aus. Was du sagst, kann das Leben des Andern verändern. Ein ehrliches Kompliment beeinflusst die Perspektive einer Person massgeblich. Sei ein Ermutiger. hm


Klatsch
Wieso ist klatschen so schädlich?

Wer klatschsüchtig ist, wird auch anvertraute Geheimnisse ausplaudern; ein zuverlässiger Mensch schweigt. Sprüche 11,13

Tratsch ist die Vernetzung von zwei verschiedenen Vergehen: Lüge und Diebstahl.
Erstens werden zwei Halbwahrheiten oder eindeutige Unwahrheiten verwendet, um den Charakter einer anderen Person in ein schiefes Licht zu stellen.
Zweitens, wer klatscht, raubt der anderen Person etwas – ihren guten Ruf. Information über jemanden wird weitergegeben ohne dessen Einwilligung.
Worte, einmal ausgesprochen, können nicht mehr zurückgeholt werden. Ein einziger Satz kann den Ruf eines Menschen zerstören. Klatsch sät in eine Gemeinschaft Zwietracht, Hass und voreiliges Gericht. Grund genug, zwei Mal zu denken, bevor wir einmal den Mund öffnen. hm


Vergleichen
Wie kann ich aufhören mich mit anderen zu vergleichen?

Warum verurteilst du einen anderen? Warum siehst du auf einen anderen Bruder herab? Wir alle werden einmal vor dem Richterstuhl Gottes stehen. Römer 14,10

Seien wir doch ehrlich, zu oft vergleichen wir uns mit anderen, um besser auszusehen, intelligenter, fähiger, kompetenter, cooler, kaufkräftiger. Der Brenn-punkt ist auf uns selbst gerichtet. Wie viel klüger wäre es, sich in die Schuhe des anderen zu stellen und zu versuchen wie er oder sie zu fühlen. Auf diese Weise kannst du dich echt mitfreuen wenn dem anderen etwas gelingt, und du kannst mittragen wenn etwas schief läuft. Denk daran: jeder von uns hat Würde, weil Jesus für uns einen hohen Preis bezahlt hat. hm

Arbeit
Was ist, wenn meine Arbeit nichts „Christliches“ an sich hat?

Gott, der Herr, setzte den Menschen in den Garten von Eden. Er gab ihm die Aufgabe, den Garten zu bearbeiten und zu schützen. 1. Mose 2,15

Der tiefere Sinn unserer Arbeit ist verankert im Charakter Gottes. Ein Teil dessen, was es bedeutet, in seinem Bild geschaffen zu sein, besteht in der Verbundenheit mit seinem arbeitsamen und kreativen Wesen. Die erste Aufgabe, die Gott den ersten Menschen gab, war der Job eines Gärtners. Christen werden gebraucht in jeglicher Art von Berufstätigkeit. Was immer deine Arbeit ist, gehe davon aus, dass Gott dich aus einem bestimmten Grund dorthin gestellt hat, und erledige deinen Job mit Exzellenz als ein Dienst an Gott und ein Zeugnis für dein Umfeld. hm


Heiliger Geist
Was bewirkt der Geist Gottes in uns?

Gott hat uns nicht den Geist dieser Welt gegeben, sondern seinen Geist, damit wir das begreifen können, was Gott uns geschenkt hat. 1. Korinther 2,12

Gott hat das Kommen des Heiligen Geistes vor langer Zeit verheissen, aber er gab ihn den Gläubigen erst nach der Auferstehung und der Auffahrt Jesu. Die Gegenwart des Heiligen Geistes in unserem Leben ist die Garantie, dass wir einst alles empfangen werden, was Gott versprochen hat. Im Moment der Bekehrung nimmt sein Geist in uns Wohnsitz auf und verlässt uns nie wieder. Das ist unheimlich ermutigend, denn es bedeutet, dass jeder Tag eine neue Gelegenheit ist, seine Führung und seinen Trost zu erfahren. Wirst du heute auf seine leise Stimme achten? hm


Stolz
Wieso wird Stolz zu den „sieben tödlichen Sünden“ gezählt, wenn doch andere Dinge viel schlimmer scheinen?

Als er aber mächtig geworden war, wurde er überheblich und verging sich gegen den Herrn, seinen Gott, sich selbst zum Schaden. 2. Chronik 26,16

Stolz ist einer der Hauptgründe der Abwendung von Gott. Wir bieten dem Feind Angriffsfläche, wenn wir meinen, stark genug zu sein, unser Leben selbst zu meistern. Hochmut kann sich auch einschleichen, wenn der Wohlstand zunimmt und wir uns selber beglückwünschen für den Erfolg. Wir neigen dazu, Gott zu vergessen, da wo alles Top cool läuft. Stolz ist letztlich nichts anderes als Gott ins Offside gestellt. An dem Punkt angelangt, schaden wir uns selbst. Kurskorrektur ist angesagt. hm


Motive
Wie gelingt es, reine Motive zu bewahren?

Herr, lass dir meine Worte und meine Gedanken gefallen! Bei dir bin ich geborgen, du bist mein Retter! Psalm 19,15

Wenn unsere Motive egoistisch oder unredlich sind, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis unser Verhalten ebenfalls egoistisch und unehrlich wird. Der Zustand unseres Herzens interessiert Gott weit mehr als unsere frommen Äusserungen. Verhalten ist immer ein Ausdruck des Herzens – nicht umgekehrt. Denk daran: Gott allein kennt dein Herz. Wir mögen andere und uns selbst täuschen – Ihn nicht. Lade ihn ein zur Prüfung deiner Innenlandschaft. hm


Panik
Die Sorgen meines Lebens ängstigen mich. Wie kann ich sie überwinden?

Als die Israeliten den Pharao und seine Truppen heranziehen sahen, packte sie die Angst und sie schrien zum Herrn um Hilfe. Zugleich machten sie Mose bittere Vorwürfe: Warum hast du uns aus Ägypten weggeführt? 2. Mose 14,10-11

Panik ist das Gefühl, von einer überwältigenden Krise bedroht zu sein, ohne etwas dagegen tun zu können. Diese Verse machen die Situation klar: Gottes Aufgabe ist es, dich zu retten. Deine Aufgabe ist es, ihm zu vertrauen und ihm dann die Ehre zu geben. Ein ermutigendes Bild. Schwierigkeiten sind ein Weg, um Gottes Frieden zu erfahren, eher als Panik. Oft läuft es bei uns aber genau umgekehrt. Wir schaffen zusätzliche Probleme, weil wir von Gott erwarten, uns zu vertrauen, dass wir uns selbst retten können, um nachher Eigenehre zu verbuchen. Der Schlüssel in der Herausforderung: Übergib Gott die Dinge in deinem Leben, die du nicht selber kontrollieren kannst. hm


Rechenschaft
Wie hilft mir eine rechenschaftliche Beziehung, Fehler zu vermeiden?

Helft euch gegenseitig bei euren Schwierigkeiten und Problemen, so erfüllt ihr das Gesetz Christi. Galater 6,2

Geheime Gewohnheiten, private Gedanken, dunkle Winkel – im Leben jedes Menschen gibt es Dinge, die peinlich sind. Kämen sie unter den Scheinwerfer von Gottes Licht, so müssten wir etwas unternehmen, vielleicht auch etwas aufgeben. Rechenschaftlichkeit bedeutet, jemandem die Erlaubnis zu geben, Fragen zu stellen. Auch unangenehme Fragen über Worte, Taten und Motive. Rechenschaft zu geben tut weh, aber langfristig ist es der Weg zur Bewahrung vor Zerstörung. Finde einen Freund oder Mentor, dem du vertraust. hm


Versagen
Jedermann scheint ein rundes Leben zu führen; bin ich der Einzige, der versagt?

So oft ich dachte: „Jetzt ist alles aus!“, halfst du mir in Liebe wieder auf. Psalm 94,18

Abraham gab seine Frau als seine Schwester aus. Moses legte einen Ägypter um. David nahm sich Bathsheba. Petrus verleugnete Jesus. – Niemand ist immun gegen Versagen. Selbst die Helden der Bibel, Abraham, Moses, David und Petrus hatten eigenhändige Erfahrungen gemacht. Jesus war der einzige Mensch auf Erden, der je ein vollkommenes Leben geführt hat – aber er war Gott. Zum Glück ist Versagen nicht endgültig. Es bedeutet nicht, dass du minderwertig bist, nur menschlich. Was wir aus unserem Versagen lernen, zählt letztlich. hm


Vergebung
Wie beeinflusst Gottes Vergebung mein Leben?

Seid nachsichtig mit den Fehlern der anderen und vergebt denen, die euch gekränkt haben. Vergesst nicht, dass der Herr euch vergeben hat und dass ihr deshalb auch anderen vergeben müsst. Kolosser 3,13

Vergebung wirkt befreiend. Wenn Gott dir vergibt, bist du frei von Schuld und die Gemeinschaft mit ihm ist wiederhergestellt. Wenn du jemandem vergibst, der dich gekränkt hat, wirst du befreit von Bitterkeit und Groll, die sich in der Seele einnisten können. Gottes Vergebung zu empfangen und anderen zu vergeben, gehört zum Kern dessen, was es bedeutet, Christ zu sein. Wenn wir so handeln, folgen wir dem Vorbild Christi. hm


Distanz
Was kann ich tun, wenn ich das Gefühl habe, Gott sei weit entfernt?

Herr, warum bist du so weit weg? Warum lässt du uns im Dunkeln umherirren, wenn wir dich am nötigsten brauchen? Die Hilflosen bestürmen dich mit ihren Bitten. Du, Herr, erhörst sie und schenkst ihnen neuen Mut. Psalm 10,1+17

Wenn Gott weit entfernt scheint, ist es oft, weil du dich bewegt hast – nicht er. Doch es gibt Good News: So wie der Vater im Gleichnis des verlorenen Sohnes (Lukas 15), so wartet auch Gott bereitwillig auf deine Umkehr. Benütze das Gebet Davids in den Psalmen und wende dich von neuem Gott zu. hm

Welche Vorteile bringt das Leben in der Gegenwart Gottes?

Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern, und hab keine Angst! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.“ Josua 1,9

Wenn du in Gottes Gegenwart bleibst, wirst du Freiheit, Gelassenheit und Zuversicht erfahren, egal, welche Umstände dir das Leben zumutet. Lass dich nicht entmutigen, wenn die Herausforderung steil wird – Gott steht dir immer zur Seite. Werde stark in der Erkenntnis, dass Er bei dir ist. hm

Warum Anbetung so wichtig ist?
Du, Herr, besitzt Grösse, Kraft, Ruhm, Glanz und Majestät. Alles, was im Himmel und auf der Erde lebt, ist dein. Du bist König, der höchste Herrscher über alles. Darum preisen wir dich, unseren Gott, wir loben deinen herrlichen Namen! 2. Chronik 29,11-12

 

Menschen jeder Zeit und Kultur zeigen das Bedürfnis, jemanden zu verehren, der grösser ist als sie. Anbetung bedeutet in der Bibel die Macht und Autorität Gottes zu anerkennen und ihm Ehre, Gaben und Gehorsam zu schenken als Reaktion darauf. Die wichtigste Frage in deinem Leben ist die: Wenn oder was betest du an? Das bestimmt deinen Glauben, deine Werte und dein Verhalten. hm


Unzufriedenheit Wie verlieren wir unseren Wunsch, Gott zu gehorchen?

„Die Israeliten waren wegen der Wanderung durch die Wüste unzufrieden und begannen sich zu beklagen. 4. Mose 11,1

Anfänglich taten die Israeliten „alles, was Gott ihnen aufgetragen hatte“. Es war ihnen wichtig, ihm zu gehorchen. Doch das hat sich schnell geändert.
Sie begannen zu meckern und zu jammern. Wir verlieren den Wunsch, Gott nachzufolgen, wenn wir beginnen, uns auf störende Dinge zu konzentrieren – wenn wir anfangen, uns eher auf Umstände als auf Gott zu fokussieren. Wir denken an das, was uns fehlt, statt dass wir für das danken, was er uns gibt. Wie sieht deine momentane Einstellung aus? Danke Gott heute für seine Zuwendung mitten in Störfeldern. hm


Danken Wie kann ich Gott danken für alles, was er für mich getan hat?

„Wir loben Gott für die herrliche Gnade, mit der er uns durch Jesus Christus so reich beschenkt hat.“ Epheser 1,6

Wie „lobt“ man Gott? Was heisst das? Loben kann mit geloben verbunden sein.
Unter anderem bedeutet loben, ein Opfer zu bringen, etwas aufzugeben, um Gott zu ehren. Du könntest zum Beispiel ein wenig Schlaf „opfern“, am Morgen etwas früher aufstehen, um Zeit für Gott zu haben. Vielleicht willst du ein wenig Freizeit aufgeben, um Zeit im Gespräch mit ihm zu verbringen. Es könnte sein, dass du aufhören willst zu kritisieren, um Gott mehr Anerkennung zu geben für alles Gute, das er dir schenkt. Was immer es ist, Gott verdient deine Hochachtung. hm


Demut Wie kann ich Gott am besten dienen?

Geht so miteinander um, wie Christus es euch vorgelebt hat. Obwohl er Gott war, bestand er nicht auf seinen göttlichen Rechten. Er verzichtete auf alles; er nahm die niedrige Stellung eines Dieners an und wurde als Mensch geboren und als solcher erkannt. Er erniedrigte sich selbst und war gehorsam bis zum Tod, indem er wie ein Verbrecher am Kreuz starb. Philipper 2,5-8

Demut ist der Weg zum Dienst. Echte Demut entsteht, wenn wir verstehen, wer wir sind und wer Gott ist. Demut ermöglicht zu tun, was Gott will, da wo er uns hingestellt hat. Ein Patient, der durch einen Arzt gesund geworden ist, wird dankbarer sein, weil er realisiert, wie schnell er ausgeliefert ist. Wir werden demütig, wenn wir erkennen, wie Gott unsere Seele heilt und uns gibt, was wir brauchen. Wenn uns bewusst wird, wie abhängig wir von ihm sind, werden wir ihm gerne dienen. hm


Bibel
Wie kann ein Buch, das vor so langer Zeit geschrieben wurde, für mich heute relevant sein?

Immer wenn du mit mir sprachst, nahm ich deine Worte mit grossem Verlangen auf. Ja, dein Wort ist meine Freude und mein Glück, denn ich gehöre dir, Herr, allmächtiger Gott. Jeremia 15,16


Die Bibel hat den Test der Zeit bestanden, mehr als jedes andere Dokument der Geschichte. Als Wort Gottes ist sie, im Gegensatz zu allen anderen Dokumenten, „voller Leben und Kraft“ (Hebräer 4,12). Daher ist ihre Auswirkung relevant für alle Menschen, an allen Orten, für alle Zeiten. Menschen verändern sich, ihre grund-legenden Bedürfnisse nach Liebe, Akzeptanz und Sinn bleiben dieselben. Die Bibel spricht zu diesen Bedürfnissen, anerkennt sie und respektiert sie. Egal, in welchen Lebensumständen du dich momentan befindest, Gott kann und wird zu dir reden durch sein Wort. Steht deine Antenne auf Empfang, das ist die Frage? hm


Verbindung
Wie baue ich eine Brücke zu Gott, wenn ich sein Wort lese?

Du leitest mich nach deinem Plan und holst mich am Ende in deine Herrlichkeit. Psalm 73,24

Wenn du eine Verbindung zu einer Person aufbauen willst, beginnst du, indem du den Betreffenden näher kennen lernst. Du stellst Fragen: Wer ist er, was macht er beruflich, welche Interessen hat er? Wenn deine Interessen ähnlich sind, dann hast du eine Grundlage für eine Beziehung gefunden. Gottes Wort ist sein Weg, wie er sich uns mitteilt. Indem wir sein Wort befolgen, nehmen wir Anteil an seinen Plänen und bauen eine persönliche Verbindung zu ihm auf. Ein Vorschlag: Lass dich auf frische Weise ansprechen, indem du eine moderne Version liest, die du noch nicht kennst. hm


Weisheit
Wie werde ich weise?

Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf. Jakobus 1,5

Weisheit beginnt mit der Ehrfurcht vor Gott. Er verspricht denen Weisheit, die ihn danach fragen. Allerdings ist die Bitte hohl, wenn ich innerlich nicht willig bin, Gott an die heiklen Bereiche meines Lebens ranzulassen. Weisheit kommt durch den Heiligen Geist (Johannes 16,7-13), er hat ja in jedem Kind Gottes Wohnsitz genommen. Weise zu werden, hängt daher von meiner Beziehung zu Gott ab. Zeit, die ich mit ihm verbringe, färbt ab. Ich will mir die Zeit nehmen. hm

Sorgen
Kann ich Gott wirklich für das, was morgen kommt, vertrauen?

Habt keine Angst vor der Zukunft! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Lasten hat. Gott wird auch morgen für euch sorgen. Matthäus 7,34

Wir können Gott für unsere Zukunft vertrauen, weil er treu ist und uns liebt. Er hat denen, die ihm nachfolgen, versprochen, dass er sie weise führt, hin in die ewige Heimat. Jesus hat nie ein problemloses Leben verheissen. Im Gegenteil, er hat gewarnt, dass das Leben nicht einfach sein würde. So sollten wir nicht überrascht sein, wenn der Weg an manchen Stellen eng wird. Noch sollten wir uns mit den Sorgen für die Zukunft herumschlagen. Gott ignoriert keinen, der sich ihm heute anvertraut. Überlass ihm getrost, was Morgen kommen mag. hm


Ungewissheit
Wie kann ich mich orientieren, wenn ich vor einer unbekannten Zukunft stehe?

Ich allein weiss, was ich mit euch vorhabe: Ich, der Herr, werde euch Frieden schenken und euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung.
Jeremia 29,11


Konfrontiert mit dem Unbekannten ist es am besten, mit dem weiterzumachen, was wir als richtig erkennen: Gott zu lieben und Menschen zu lieben. Das sind die beiden wichtigen Wegweiser. Die Bibel sagt, dass Gott uns den nächsten Schritt zeigt, wenn es nötig wird. Das zu wissen genügt. Er offenbart uns seinen Willen nicht im Vollformat, aber er lässt uns wissen, was wir brauchen, um heute für ihn zu leben. Vertraue ihm für den nächsten Schritt. hm


„Früchte“
Lies Matthäus 7,16-20

 

 
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